Unsere Hilfe in Sierra Leone

Unsere Aktivitäten im Überblick:

Im Jahr 2017 leistete Ärzte ohne Grenzen medizinische Hilfe in Sierra Leone, um den Wiederaufbau des Gesundheitssystems nach dem Ebola-Ausbruch zu unterstützen und die hohen Sterblichkeitsraten von Schwangeren und Kindern zu bekämpfen.

Die Hilfe in Sierra Leone im Einzelnen (Auszug):

  • Die Teams von Ärzte ohne Grenzen setzten 2017 die Hilfe in Sierra Leone fort, um landesweit in mehreren Bezirken medizinische Hilfe anzubieten, Medikamente und Material zu liefern sowie Personal zu schulen.

  • Im Bezirk Tonkolili unterstützte Ärzte ohne Grenzen die Pädiatrie, die Geburtshilfe, die Säuglingsstation und das Bluttransfusionslabor im Bezirkskrankenhaus in Magburaka. Zudem  stellten die Teams Personal und Medikamente für den Mutter-Kind-Gesundheitsposten in Magburaka zur Verfügung. Im Rahmen dieser Hilfe in Sierra Leone unterstützte Ärzte ohne Grenzen das Personal des Gesundheitsministeriums bei der pädiatrischen und geburtsnothilflichen Versorgung im Gemeindegesundheitszentrum im Stammesfürstentum der Yoni. Ende 2015 ergab eine dort von Ärzte ohne Grenzen durchgeführte Studie bei Kindern unter fünf Jahren eine hohe Sterblichkeitsrate (1,55 von 10.000 Kindern pro Tag). Im Jahr 2017 schulte und entsandte Ärzte ohne Grenzen Gemeindegesundheitskräfte, um während der Regenzeit in zehn Dörfern Malaria-Untersuchungen, -Behandlungen und nötigenfalls Überweisungen anbieten zu können. Von den 13.792 untersuchten Kindern wurden 77 Prozent positiv getestet. Zusätzlich unterstützten die Teams vier Gesundheitseinrichtungen im Bezirk mit medizinischem Material, Trainingsmaßnahmen, Mentoring und fachlicher Aufsicht des öffentlichen Gesundheitspersonals.

  • Die Hilfe in Sierra Leone umfasste im Bezirk Koinadugu die Betreuung der Pädiatrie, Geburtshilfe und Notaufnahme im Bezirkskrankenhaus in Kabala. Bis zum Jahresende 2017 begleiteten die Teams dort 1.314 Geburten und behandelten 618 Schwangere mit Geburtskomplikationen. Zudem leisteten die Teams Basisgesundheitsversorgung in vier Gesundheitsstationen im Stammesfürstentum Mongo und eröffneten eine Blutbank in einer der Stationen. Ein weiteres Team unterstützte das Gemeindegesundheitszentrum, indem das Personal trainiert wurde. Ärzte ohne Grenzen leistete außerdem Mutter-Kind-Hilfe, lieferte wichtige Medikamente und klärte über Gesundheitsfragen auf.

  • Im Bezirk Kenema unterstützten die Teams zehn Gesundheitsposten in den Stammesfürstentümern Gorama Mende und Wandor, stellten dort die Überweisungen sicher und renovierten die Wasser- und Stromversorgung in allen Einrichtungen. Diese Hilfe in Sierra Leone ist umso wichtiger, als dieser Bezirk während des Ebola-Ausbruchs am schlimmsten betroffen war: Mehr als 200 Gesundheitskräfte starben während der Epidemie. Ein neues Lehrkrankenhaus, das im Oktober 2018 eröffnet werden soll, wird sich auf die Verringerung der Mütter- und Kindersterblichkeit konzentrieren und gleichzeitig dazu beitragen, mehr Gesundheitsfachkräfte landesweit auszubilden.

  • In den Bezirken Tonkolili, Koinadugu, Kenema und in der Hauptstadt Freetown überwachten die Teams von Ärzte ohne Grenzen die Ernährungslage und reagierten auf Notfälle. Nach einem Erdrutsch und Überflutungen in Freetown im August 2017 stellten die Teams sauberes Wasser für mehr als 3.000 Menschen an drei Standorten der Stadt sicher. Ärzte ohne Grenzen unterstützte auch das Gesundheitsministerium bei einer Cholera-Impfkampagne, die rund 120.000 Menschen in Hochrisikogebieten der Hauptstadt erreichte. Die Teams stellten im Rahmen dieser Hilfe in Sierra Leone die fachliche Aufsicht des lokalen Personals sicher, klärten über Gesundheitsfragen auf und leisteten logistische Hilfe.

Ärzte ohne Grenzen bot erstmals 1986 Hilfe in Sierra Leone an.

Quelle: International Activity Report 2017

Lesen Sie in unserem Blog Berichte österreichischer Einsatzkräfte über ihre Arbeit in Sierra Leone:

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