Unsere Hilfe in Südafrika

Unsere Aktivitäten im Überblick:

Ärzte ohne Grenzen setzte im Jahr 2018 die Hilfe in Südafrika fort: Die Teams entwickelten neue Test- und Behandlungsstrategien für HIV und Tuberkulose (TB), behandelten Überlebende sexueller Gewalt und setzten sich für einen besseren Zugang zu überlebenswichtigen Medikamenten ein.

Die Hilfe in Südafrika im Einzelnen (Auszug):

  • Im Rahmen unserer Hilfe in Südafrika wurde 2018 ein lang ersehntes Ziel erreicht: Südafrika war das erste Land weltweit, das die orale Medikation Bedaquilin zur Standardempfehlung bei resistenter Tuberkulose machte. Damit können schmerzhafte, giftige Injektionen vermieden und wirksamere und erträglichere Behandlungen ausgeweitet werden.
     
  • Die Teams setzten sich dafür ein, den Zugang zu neuen Arzneimitteln und bestehenden Medikamenten, die für neue therapeutische Zwecke eingesetzt werden, für Patientinnen und Patienten mit resistenter Tuberkulose in den Projekten in Khayelitsha, nahe Kapstadt, und im Bezirk King Cetshwayo (Provinz Kwa-Zulu-Natal) zu erhöhen. Gleichzeitig bemühten sie sich, die von UNAIDS vorgegebenen 90-90-90-Ziele für Menschen mit HIV zu erreichen. Die 90-90-90 Ziele erfordern, dass 90 Prozent der infizierten  Menschen ihre HIV-Diagnose kennen, 90 Prozent der Menschen mit HIV eine antiretrovirale Therapie beginnen und dauerhaft fortführen und 90 Prozent der Menschen, die eine HIV-Therapie erhalten, eine Viruslast unterhalb der Nachweisgrenze haben.
     
  • Im Jahr 2018 führte Ärzte ohne Grenzen im Rahmen der Hilfe in Südafrika eine Tür-zur-Tür-Studie in unserem Projekt im Bezirk King Cetshwayo durch. Die bisherigen Ergebnisse stützten unseren innovativen gemeindeorientierten Ansatz, um das Aufkommen von HIV und TB, die Erkrankung und Sterblichkeit zu verringern.
     
  • In Khayelitsha nahmen die Teams 198 Frauen und ihre Kinder in Unterstützungsclubs auf, die die Versorgung für Frauen mit HIV und ihre HIV-infizierten Säuglinge verbessern sollen. Diese Art der Hilfe in Südafrika starteten wir erstmals im Jahr 2016. Nur ein Jahr später wurde das Konzept in die nationale HIV-Behandlungsstrategie aufgenommen.
     
  • Südafrika nahm auch an der klinischen „Stop TB“-Studie teil, die in mehreren Ländern läuft, um kürzere, weniger giftige und wirksamere Behandlungsformen für multiresistente Tuberkulose zu finden. Im Mai starteten wir den Versuch in Khayelitsha und nahmen bis Ende des Jahres 28 Patientinnen und Patienten auf.
     
  • Im Jahr 2018 setzte Ärzte ohne Grenzen die Projekte in der Provinz Nordwest fort, wo es zahlreiche Platin-Minen gibt. Die Teams erweiterten den Zugang zur Gesundheitsversorgung für Überlebende sexueller und genderbasierter Gewalt im Bezirk Bojanala. Die Kliniken, bekannt als Kgomotso-Gesundheitszentren, boten medizinische und psychologische Hilfe sowie soziale Unterstützung an.
     
  • Das Projekt „Stop Stock Outs“ (SSP) ist ein Zusammenschluss von Ärzte ohne Grenzen und fünf Organisationen. Dieses Konsortium überwacht die Verfügbarkeit von wichtigen Medikamenten in den Kliniken landesweit und setzt sich im Fall von Fehlmengen oder Engpässen für schnelle Lösungen ein. Ärzte ohne Grenzen ist diese Form der indirekten Hilfe in Südafrika sehr wichtig.

Ärzte ohne Grenzen bot erstmals 1986 Hilfe in Südafrika an.

Quelle: International Activity Report 2018

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