Ebola

Ebola ist eine durch Viren ausgelöste gefährliche Erkrankung. Die Erreger verursachen hämorrhagisches Fieber, das zu inneren oder äußerlichen Blutungen führt. Es gibt derzeit weder eine Behandlung noch eine Impfung.

Ebola ist die Bezeichnung für mehrere Stämme desselben Virus. Die Krankheit kann laut WHO-Angaben in bis zu 90 Prozent der Fälle tödlich verlaufen. Die Infektion wird durch Körperflüssigkeiten übertragen. Zu den Symptomen zählen hohes Fieber, Erbrechen und Blutungen. Eine Impfung gegen Ebola-Viren existiert nicht, die Erkrankten müssen isoliert und alle Kontaktpersonen überwacht werden. Bei Epidemien richtet Ärzte ohne Grenzen daher spezielle Behandlungszentren ein. Die Teams, die Kranke betreuen, müssen sich an strenge Vorschriften halten, um eine Ansteckung zu vermeiden: Sie tragen Schutzkleidung und müssen Desinfektions-Regeln genauestens beachten.

Zum ersten Mal brach Ebola im Jahr 1976 im Norden des ehemaligen Zaire aus, der heutigen Demokratischen Republik Kongo. Das Fieber breitete sich damals zunächst an den Ufern des Ebolaflusses aus, und fast alle Menschen, die damit in Berührung kamen, starben. Seitdem trat die lebensbedrohliche Krankheit in mehreren afrikanischen Ländern auf, wie zum Beispiel im Sudan, Gabun, der Elfenbeinküste und zuletzt in Guinea, Liberia und Sierra Leone. Eine Ebola-Epidemie wird offiziell erst nach 42 Tagen ohne neue bestätigte Infektionen als beendet angesehen.

Ärzte ohne Grenzen beteiligte sich erstmalig im Jahr 1995 in der Stadt Kikwit in der Demokratischen Republik Kongo an der Bekämpfung von Ebola. Danach kam es auch zu Einsätzen in Uganda, Gabun und der Republik Kongo.

Ausbruch in Westafrika 2014

Im März 2014 brach Ebola im westafrikanischen Guinea aus. Von dort breitete sich die Krankheit auf benachbarte Länder aus. Unsere Teams sind vor Ort und helfen bei der Bekämpfung der Epidemie - hier finden Sie eine Übersicht unserer Aktivitäten in Westafrika sowie Fragen und Antworten zum Ebola-Ausbruch.

Wie ein Ebola-Behandlungszentrum funktioniert

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