Die aktuelle Situation in Italien

Das am Mittelmeer gelegene Italien hat eine Fläche von etwa 302.000 Quadratkilometern und eine Bevölkerung von 60 Millionen Menschen. 

In Italien stehen Geflüchtete und Migrant:innen vor großen Herausforderungen. Viele sind nach ihrer gefährlichen Flucht über das Mittelmeer traumatisiert. Wir arbeiten daran, diese Menschen medizinisch und psychologisch zu betreuen und ihnen notwendige Unterstützung zu bieten.

Von Sizilien aus sind wir im Einsatz, um Menschen in Seenot zu helfen. Seit November 2025 ist unser Rettungsschiff, die Oyvon, im zentralen Mittelmeer aktiv.

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Wir helfen in über 70 Ländern weltweit.

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So helfen wir in Italien

3.990

Ambulante Behandlungen

1.670

psychologische Beratungen

68

Überlebende von Folter behandelt

Medizinische und psychologische Hilfe

In Agrigento, auf Sizilien, bieten wir medizinische Betreuung, psychologische Unterstützung und Überweisungen für Migrant:innen. Wir helfen Menschen, die in einer besonders vulnerablen Situation sind und in Ankunftszentren gebracht werden.

Nach dem starken Rückgang an Ankünften konnten wir einzelne Projekte an der Nord- und Südgrenze Italiens beenden. Dort haben wir Migrant:innen medizinisch und psychologisch betreut und lokale Organisationen unterstützt.

Hilfe bei Schiffbrüchen

Immer wieder kommt es zu Schiffbrüchen vor der italienischen Küste. Unsere mobilen Teams sind dann in Sizilien und Kalabrien unterwegs, um psychologische erste Hilfe zu leisten. Mit Notfallinterventionen unterstützen wir Überlebende und Angehörige von Verstorbenen.

Training on the new vessel Oyvon
MSF
Seit November 2025 sind wir mit unserem Rettungsschiff Oyvon im Einsatz.

Hilfe für Geflüchtete in urbanen Gebieten

In Palermo unterstützen wir das Universitätskrankenhaus bei der umfassenden Versorgung von Geflüchteten, die in Libyen Folter und Gewalt erlitten haben. Das Projekt bietet medizinische, psychologische, soziale und rechtliche Hilfe.

Wir haben Beratungsstellen in Rom, Neapel  Palermo, Turin und Udine. Diese Zentren ermöglichen Migrant:innen, Geflüchteten und Menschen am Rande der Gesellschaft den Zugang zu medizinischen Dienstleistungen.

Mobile Hilfe

In Norditalien sind unsere mobilen medizinischen Teams unterwegs. Sie führen Behandlungen durch, stellen Überweisungen aus und geben medizinische Orientierung für Hunderte von Menschen, die auf die Überfahrt nach Frankreich warten. Viele von ihnen leben unter prekären Bedingungen in inoffiziellen Siedlungen in Ventimiglia, nachdem sie von der Grenze zurückgedrängt wurden.

Hilfe für Geflüchtete in urbanen Gebieten

In Palermo unterstützen wir das Universitätskrankenhaus bei der umfassenden Versorgung von Geflüchteten, die in Libyen Folter und Gewalt erlitten haben. Das Projekt bietet medizinische, psychologische, soziale und rechtliche Hilfe.

Wir haben zwei neue Beratungsstellen in Rom und Neapel eröffnet, zusätzlich zu den bestehenden in Palermo, Turin und Udine. Diese Zentren ermöglichen Migrant:innen, Geflüchteten und Menschen am Rande der Gesellschaft den Zugang zu medizinischen Dienstleistungen.

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1999

Beginn der Arbeit

2,8

Mio. EUR

Ausgaben (Vorjahr)

30

Einsatz­kräfte

Ländervergleich Österreich & Italien

AT
IT
83.30
84.33

Lebens­erwartung Frauen

in Jahren

Quelle: WHO, data.worldbank.org

AT
IT
78.66
79.98

Lebens­erwartung Männer

in Jahren

Quelle: WHO, data.worldbank.org

AT
IT
2.60
2.30

Säuglings­sterblichkeit

je 1000 Geburten

Quelle: WHO, data.worldbank.org

AT
IT
5.52
4.20

Ärzt:innen

je 1000 Einwohner­:innen

Quelle: WHO, data.worldbank.org

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