Mexiko ist zum Transitland für jährlich mehr als 500.000 Menschen auf der Suche nach Schutz vor extremer Gewalt in ihren Heimatländern geworden. Die Flucht vor Morden, Entführungen, Drohungen und Erpressungen führt die Menschen von Guatemala, Honduras und El Salvador nach Norden durch Mexiko in Richtung USA. Aufgrund zunehmend restriktiver Einwanderungs- und Asylgesetzgebungen werden sie oft bereits in Mexiko inhaftiert und in ihre Herkunftsländer abgeschoben. „Diese Gesetze sind Maßnahmen, die töten“, bringt es unsere Landesexpertin, Carol Bottger, auf den Punkt. „Viele versuchen der Abschiebung zu entgehen und verstecken sich im Land – rechtlos, mittellos und schutzlos.“ Im Bundesstaat Guerrero und in der Grenzstadt Reynosa unterstützen wir Gemeinden und Überlebende von Gewalt, einschließlich sexualisierter Gewalt. Unsere Teams in Mexiko arbeiten außerdem an Projekten zur Eindämmung der COVID-19-Pandemie mit. 

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1985

Beginn der Arbeit

6,8

Mio. EUR

Ausgaben (Vorjahr)

199

Einsatz­kräfte

Ländervergleich Österreich & Mexiko

AT
MX
83.80
77.88

Lebens­erwartung Frauen

in Jahren

Quelle: WHO, data.worldbank.org

AT
MX
79.40
72.20

Lebens­erwartung Männer

in Jahren

Quelle: WHO, data.worldbank.org

AT
MX
3.00
12.20

Säuglings­sterblichkeit

je 1000 Geburten

Quelle: WHO, data.worldbank.org

AT
MX
5.20
2.38

Ärzt:innen

je 1000 Einwohner­:innen

Quelle: WHO, data.worldbank.org

Unsere Hilfe in Mexiko 2021

  • 43.900 ambulante Sprechstunden
  •  
  • 7.970 psychologische Gespräche

Flüchtende Menschen im Fokus

Trotz der restriktiven Flüchtlingspolitik der USA machten sich Hunderttausende Menschen aus Zentralamerika auf den riskanten Weg, um über Mexiko die Vereinigten Staaten zu erreichen. Unsere mobilen Teams leisteten medizinische und psychologische Hilfe im Norden des Landes in den Bundesstaaten Tamaulipas und Coahuila sowie im Süden im Bundesstaat Chiapas. In Mexiko-Stadt boten wir weiterhin medizinische, psychologische, soziale und physiotherapeutische Unterstützung an.

In meinem Land ist Töten etwas Normales. Letztes Jahr haben sie mir drei Mal in den Kopf geschossen. Man kann die Narben noch sehen. Es verletzt mich, dass ich wie ein Krimineller leben muss, ständig auf der Flucht.

Ein Geflüchteter aus Honduras, der seinen Namen nicht nennen möchte

Gewaltsame Vertreibung

Im konfliktreichen Bundesstaat Guerrero versorgten unsere mobilen Teams Vertriebene mit medizinischer und psychologischer Hilfe. Wir weiteten diese Aktivitäten zudem auf den Bundesstaat Michoacán aus.

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