Unsere Hilfe in Nigeria

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1971

Beginn der Arbeit

2595

Einsatz­kräfte

Ländervergleich Österreich & Nigeria

AT
NG
83.80
49.20

Lebenserwartung Frauen

in Jahren

Quelle: WHO, data.worldbank.org

AT
NG
79.40
48.70

Lebenserwartung Männer

in Jahren

Quelle: WHO, data.worldbank.org

AT
NG
3.00
104.30

Säuglingssterblichkeit

je 1000 Geburten

Quelle: WHO, data.worldbank.org

AT
NG
5.20
0.40

Ärzt:innen

je 1000 Einwohner:innen

Quelle: WHO, data.worldbank.org

Nigeria Meningitis C Behandlungszentrum
Fabrice Caterini/INEDIZ
Sokoto Mutalah Mohamad Hospital, Nigeria, 08.05.2017: Meningitis C-Behandlungszentrum. 

Unsere Aktivitäten im Überblick:

Ärzte ohne Grenzen setzte im Jahr 2019 die Hilfe in Nigeria fort, da der anhaltende Konflikt zu Vertreibungen führte und die Menschen dringend medizinische Hilfe benötigten. 

  • 287.200 ambulante Sprechstunden
  • 64.600 stationäre Aufnahmen
  • 53.300 Malariabehandlungen 
  • 9.200 Aufnahmen von Kindern in stationäre Ernährungsprogramme
  • 12.400 Aufnahmen von Kindern in ambulante Ernährungsprogramme
  • 18.900 Entbindungen
  • 8.200 Masernbehandlungen bei Kindern
  • 18.600 psychologische Einzelgespräche
  • 290 Behandlungen von hämorrhagischem Fieber

Die Hilfe in Nigeria im Einzelnen:

  • Unsere Hilfe in Nigeria blieb 2019 notwendig, da sich der Konflikt zwischen Regierungstruppen und bewaffneten Oppositionsgruppen im Nordosten des Landes intensivierte. Den Vereinten Nationen zufolge wurden bislang zwei Millionen Menschen vertrieben, und rund sieben Millionen Nigerianerinnen und Nigerianer waren völlig abhängig von humanitärer Hilfe. 
  • Wir konzentrierten unsere Hilfe in Nigeria im Nordosten auf die Hauptstadt des Bundesstaats Maiduguri, da Konflikte die Sicherheitslage in den anderen Regionen verschlechtert hatten. In den zugänglichen Gebieten unterstützten wir die Notaufnahmen von Krankenhäusern, die Chirurgie sowie die Geburtshilfe und Kinderstationen. Unsere Angebote umfassten Ernährungshilfe, Impfungen, Malaria-, Tuberkulose- und HIV-Behandlungen sowie psychologische Hilfe. Zudem versorgten wir Überlebende sexueller Gewalt.
  • Im Bundesstaat Zamfara fokussierten wir unsere Hilfe in Nigeria auf die Versorgung mangelernährter Kinder und die Behandlung von Malaria und Masern.
  • Im Bundesstaat Jigawa stellten wir umfassende Geburtsnothilfe und die Versorgung von Neugeborenen zur Verfügung. Diese Hilfe in Nigeria umfasste auch die Behandlung von Frauen, die unter einer Geburtsverletzung litten und wegen einer Fistel einen chirurgischen Eingriff benötigten. Im Bundestaat Rivers betreuten wir zwei Kliniken zur Versorgung von Überlebenden sexueller Gewalt.
  • Ein weiterer Schwerpunkt unserer Hilfe in Nigeria war die Versorgung von Kindern unter fünf Jahren, die im Bundesstaat Zamfara unter einer Bleivergiftung litten. Im Bundesstaat Sokoto arbeiteten wir in einem Krankenhaus, um Kinder mit der schweren bakteriellen Erkrankung Noma zu versorgen. Neben chirurgischen Eingriffen boten wir Ernährungshilfe, Physiotherapie und psychologische Hilfe an. 
  • Als es 2019 zu einem Ausbruch von Lassafieber kam, unterstützten wir die Gesundheitsbehörden mit technischer Hilfe und Schulungen am Lehrkrankenhaus in Abakaliki. 
  • Der Konflikt zwischen Viehzüchtern und Farmern im Bundesstaat Benue führte zur Vertreibung Tausender Menschen. Im Rahmen unserer Hilfe in Nigeria  boten wir medizinische Sprechstunden an, bauten Unterkünfte, Latrinen sowie Duschen und verteilten Hilfsgüter.

Ärzte ohne Grenzen bot erstmals 1996 Hilfe in Nigeria an.

Mai 2020

Quelle: International Activity Report 2019

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