Aktuelle Situation in Nigeria

Wir haben unsere Aktivitäten in Nigeria verstärkt. Denn die humanitäre Krise hat sich vor allem im Nordwesten, Nordosten und der zentralen Region Nigerias verschärft: Konflikte, extreme Wetterereignisse und wirtschaftliche Instabilität haben dazu beigetragen. Millionen Menschen sind von Mangelernährung und vermeidbaren Krankheiten betroffen. Gewalt und Unruhen haben über 3,5 Millionen Menschen vertrieben. Sie haben nur eingeschränkten Zugang zu medizinischer Versorgung.

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So helfen wir in Nigeria

1.668.100

Ambulante Behandlungen

532.200

Malaria-Patient:innen

behandelt

376.200

mangelernährte Kinder

behandelt

Unterstützung von Vertriebenen

Unsere Teams unterstützen Vertriebene im Nordwesten und Nordosten des Landes. In Borno und Zamfara betreiben wir mobile Kliniken in Vertriebenenlagern, um eine grundlegende Gesundheitsversorgung bereitszustellen. In Maiduguri mussten wir im September 2024 unseren Einsatz verstärken, nachdem nach Überflutungen noch mehr Menschen Hilfe benötigen.

In Sokoto unterstützen wir Vertriebene mit medizinischer Versorgung und Hilfsgütern

Krankheitsausbrüche und Epidemien

In Nigeria reagieren wir auch auf Krankheitsausbrüche und Epidemien von Cholera, Diphtherie, Meningitis und Malaria. Im Jahr 2024 haben wir bei mehreren Ausbrüchen von Cholera im ganzen Land und Lassa-Fieber in der Region Bauchi unterstützt.  

Der Grund für die Krankheitsausbrüche ist eine besonders niedrige Impfrate im Norden von Nigeria, wo wir auch an weiter verstärkt an Impfprojekten arbeiten. In Zamfara und Adamawa helfen wir mit Masern Impfungen. In Gombe und Yobe unterstützen wir mit medizinischen Materialien und schulen Personal zur Behandlung und Impfung gegen Meningitis. In Sokoto impfen wir unter anderem gegen Tetanus und Diphtherie.  

Zum ersten Mal wird in Nigeria auch gegen Malaria geimpft. Wir sind beteiligt und helfen in Kebbi an der Umsetzung von Impfkampagnen.

2024 konnten wir unsere Projekte zu Lassa-Fieber in Ebonyi und Diphterie in Kano an das Gesundheitsministerium übergeben.

Mangelernährung

Die zunehmende Gewalt und große Armut führen zunehmend zu akuter Mangelernährung. Die Fälle steigen weiter rasant an. Bei Untersuchungen in Zamfara sind ein Viertel der Kinder mangelernährt. In Katsina und Kebbi haben sich die Zahlen innerhalb eines Jahres verdoppelt.

Wir arbeiten in 31 ambulanten und 11 stationären Ernährungszentren im Norden Nigerias. Wir stocken unsere Bettenkapazität weiter auf und bieten auch psychologische Unterstützung für Kinder und Eltern. Wir fordern verstärkte Hilfe von der Regierung und anderen Organisationen.

Neben der Behandlung von Mangelernährung führen wir auch Workshops zur Sensibilisierung der Bevölkerung durch. Wir schulen Menschen, um Fälle früh zu erkennen und zu behandeln und zeigen Betroffenen einfache, aber Nährstoffreiche Rezepte

Gesundheit von Frauen

Nigeria hat eine der höchsten Müttersterblichkeitsraten weltweit. Wir führen im Jahun General Hospital in Jigawa geburtshilfliche und neonatologische Maßnahmen durch. In Borno haben wir ein neues Krankenhaus für Geburtshilfe und die Notfallmedizinische Versorgung von Müttern eröffnet. Dort bieten wir lebensrettende Hilfe für Schwangere mit Komplikationen. Außerdem gibt es eine Intensivstation für Neugeborene.

Wir konnten unser Projekt in Benue abschließen und an das Gesundheitsministerium und andere Organisationen übergeben.

Hilfe für Noma-Patient:innen

Noma ist eine entstellende und tödliche Infektion, die meist Kinder unter sechs Jahren betrifft. Wir helfen der Regierung bei der Ausarbeitung des Nationalen Noma-Kontrollplans. Wir haben erreicht, dass Noma in die Liste der vernachlässigten Tropenkrankheiten der WHO (Weltgesundheitsorganisation) aufgenommen wird. Das ist ein wichtiger Meilenstein um das Bewusstsein, die Forschung und die Finanzierung zur Bekämpfung der Krankheit zu fördern.

 In Sokoto unterstützen wir ein chirurgisches Programm für Noma-Patient:innen.

Noma
Fabrice Caterini/Inediz
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1996

Beginn der Arbeit

66,6

Mio. EUR

Ausgaben (Vorjahr)

3398

Einsatz­kräfte

Ländervergleich Österreich & Nigeria

AT
NG
83.30
64.78

Lebens­erwartung Frauen

in Jahren

Quelle: WHO, data.worldbank.org

AT
NG
78.66
62.07

Lebens­erwartung Männer

in Jahren

Quelle: WHO, data.worldbank.org

AT
NG
2.60
60.10

Säuglings­sterblichkeit

je 1000 Geburten

Quelle: WHO, data.worldbank.org

AT
NG
5.52
0.38

Ärzt:innen

je 1000 Einwohner­:innen

Quelle: WHO, data.worldbank.org

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