Nothilfe Zyklon Idai

Mit bis zu 200 Stundenkilometern zog der Zyklon Idai im März über Mosambik, Simbabwe und Malawi. Laut der UN-Organisation OCHA brauchen fast zwei Millionen Menschen dringend Hilfe.

Zahlreiche Gebiete entlang der Küste wurden verwüstet, extreme Regenfälle führten im südlichen Teil Malawis zu großen Überschwemmungen. In der 500.000-Einwohner-Stadt Beira wurden über 90 Prozent der Gebäude und Versorgungseinrichtungen zerstört oder stark beschädigt. 

Die Nachfrage nach medizinischer Versorgung ist enorm. Die medizinische Infrastruktur wurde stark beschädigt und muss wieder aufgebaut werden. Gleichzeitig stellen Cholera und andere über schmutziges Wasser übertragene Krankheiten wie Hautinfektionen und Atemwegserkrankungen eine große Herausforderung dar. 

 

Ein Überblick über die Ereignisse und unsere Hilfsmaßnahmen:

  • Nothilfeteams von Ärzte ohne Grenzen haben vor Ort das Ausmaß der Schäden eingeschätzt um die medizinischen Bedürfnisse der Bevölkerung zu bestimmen. 
  • Die betroffenen Gebiete sind weiterhin nur schwer zugänglich, an einigen Stellen zieht sich das Wasser zwar zurück, Straßen bleiben jedoch nicht passierbar, viele Brücken wurden zerstört. Manche Gegenden sind derzeit nur per Hubschrauber oder zu Fuß erreichbar.
  • In Mosambik leisten Teams von Ärzte ohne Grenzen acht Städten und Dörfern Nothilfe, darunter in der Küstenstadt Beira und in der besonders stark zerstörten Stadt Buzi. Die Teams werden täglich aufgestockt. Mehr als 100 Tonnen Hilfsgüter wurden eingeflogen.
  • Insgesamt leisten mehr als 185 internationale und mehr als 800 mosambikanische Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter medizinische und humanitäre Hilfe in den vom Zyklon betroffenen Gebieten. Wir bauen zerstörte Gesundheitszentren wieder auf und setzen mobile Kliniken ein, um die Menschen bestmöglich zu erreichen.
  • Die Wasserversorgung bleibt besonders außerhalb von Beira ein großes Problem. Teams von Ärzte ohne Grenzen berichten, dass Menschen weiterhin stehendes Wasser vom Straßenrand trinken oder es sogar stillgelegten Gemeinschaftslatrinen entnehmen müssen.
  • Ärzte ohne Grenzen ist besorgt über einen möglichen Anstieg der Malariafälle, da das Wasser zurückgeht und die Malaria-Saison bevorsteht. Durch stehendes Wasser nimmt das Malariarisiko zu.
  • Am 27. März bestätigt die Regierung in Beira offiziell die ersten Fälle von Cholera. Als Reaktion auf den Cholera-Ausbruch in Mosambik hat Ärzte ohne Grenzen mittlerweile fünf Cholera-Behandlungszentren in den Städten Beira und Dondo in Betrieb genommen. Die Teams haben 3.400 Patientinnen und Patienten behandelt und 750.000 Menschen geimpft. Ärzte ohne Grenzen arbeitet mit den lokalen Behörden zusammen, um die Ausbreitung durch Impfungen einzudämmen und stellt Autos, Personal und Material zur Verfügung. Zahlreiche Teams leisten zudem Aufklärung zu Cholera in den Gemeinden.

 

 

Bitte spenden Sie für unsere Nothilfe

Meldungen zum Thema Zyklon Idai

Mosambik

Einen Monat nach dem Zyklon Idai brauchen allein in Mosambik mehr als 160.000 Menschen, die in Lagern untergebracht sind, Hilfe. Im Fokus der Teams von Ärzte ohne Grenzen steht der Cholera-Ausbruch infolge des Zyklons.

weiterlesen

Seiten

Teilen

Vervielfältigen