Karin Walter12.01.2017

Habari! Mein erster Einsatz in Tansania.

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Die steirische Labortechnikerin Karin Walter ist derzeit auf ihrem ersten Einsatz mit Ärzte ohne Grenzen und bei einem Hilfsprojekt in Tansania tätig. Sie hat daher Weihnachten bei sommerlichen 30° Grad verbracht und berichtet in ihrem ersten Blogbeitrag über die Arbeit in einem Flüchtlingslager, den Alltag im internationalen Team und den abwechslungsreichen Menüplan:

Gleich vorweg: Das Hilfsprojekt, dem ich zugeteilt wurde, scheint mit durch und durch perfekt für meinen ersten Einsatz zu sein – abgesehen davon ist Tansania wunderschön!

Die Anreise war etwas lange, doch somit hatte ich noch genug Zeit, mich durch die vielen Schulungs-Unterlagen zu arbeiten. Auch das Skript zum Thema Blutspenden konnte ich noch fertig durchlesen, was sich später als sehr hilfreich herausstellte. Ich flog von Wien nach Genf, verbrachte ein paar Tage in Dar es Salaam und lernte dort bereits meine erste Kollegin kennen, die mexikanische Ärztin Altair. Dann war es endlich soweit und wir starteten die Reise ins Projekt, zusammen mit unserem Einsatzleiter David und meinem österreichischen Kollegen Christian, der für die Personalagenden zuständig ist.

Es gibt hier zwei Flüchtlingslager, in denen Ärzte ohne Grenzen tätig ist: Nyaragusu und Nduta. Ich bin gleich im ersten, drei Stunden Fahrtzeit vom Flughafen in Kigoma. Unsere Unterkunft ist 15 min. vom Lager entfernt und wir haben es sehr gemütlich hier.

Wir sind sieben internationale Einsatzkräfte. Das Projekt ist eher klein, weil das Tansanische Rote Kreuz (TRCS) den Großteil der medizinischen Versorgung koordiniert, d.h. das Krankenhaus und einige Gesundheitsposten.

Ärzte ohne Grenzen fokussiert deshalb hier auf die Malaria-Versorgung sowie eine Notfall-Station samt Labor, wo ich tätig bin. Nachdem die „kleine Regenzeit“ begonnen hat, laufen die Malaria-Kliniken auf Hochtouren und wir überlegen bereits, weitere zu öffnen. Ich habe die Aufgabe, eine Blutbank zu eröffnen, damit wir in Zukunft Patienten mit schwerer Malaria vor Ort versorgen können und sie nicht ins TRCS-Krankenhaus überstellt werden müssen. Die Vorbereitungen dafür liefen schon auf Hochtouren und ich hatte auch genug Zeit, das Ganze gut durchzuplanen und meine Labormitarbeiter einzuschulen. Dann kann das Team für die Gesundheitsaufklärung starten und die Menschen darüber informieren. Ich finde meine Position super, und bekomme von allen Seiten viel Unterstützung.

Wir haben übrigens das beste Essen weit und breit! Ich hatte mich nach eigentlich auf täglich Reis und Bohnen eingestellt, stattdessen ist es ein täglich abwechslungsreiches Menü mit frischen Avocados, Ananas, Mangos, Papayas… geworden. Wir bemühen uns zusätzlich um ein paar regelmäßige Yoga-Stunden, um nicht allzu rund nach Hause zu kommen ;-)

Liebe Grüße aus dem angenehm warmen und teilweise regnerischen Tansania,
Karin

Kommentare

Volker Pelzmann
Hi Karin, Freut mich dass du es zum ersten Einsatz geschafft hast. Tansania ist für den Einstieg bestimmt nicht die schlechteste Destination. Ich wünsch Dir super Kollegen, viel Kraft und und dass dein Einsatz ein Erfolgreicher wird! lg Volker

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