Haiti

Cholera in Haiti: Ärzte ohne Grenzen baut Behandlungskapazitäten weiter aus

Sechs Wochen nach Beginn des Cholera-Ausbruchs in Haiti weitet Ärzte ohne Grenzen die Hilfe weiter massiv aus. Die Mitarbeiter betreiben mittlerweile 27 Cholera-Behandlungszentren und stellen rund 2.500 Betten bereit. Die Kapazität soll in den nächsten Tagen auf 3.000 Betten erhöht werden. Vom 22. Oktober bis zum 21. November haben die Teams in der Hauptstadt Port-au-Prince, der Region Artibonite sowie in weiteren Gegenden im Norden und Nordwesten des Landes 29.000 Patienten mit Cholera und Cholera ähnlichen Symptomen behandelt. Insgesamt ist die Reaktion von Hilfsorganisationen und anderen Akteuren aber noch immer ungenügend. Es werden mehr Orte gebraucht, an denen Erkrankten Flüssigkeit verabreicht werden kann, damit aus leichten Fällen keine schweren werden. Außerdem müssen der Zugang zu sauberem Trinkwasser und eine adäquate Müllentsorgung dringend sicher gestellt werden.

In der Region Artibonite, in der der Cholera-Ausbruch begann, hat Ärzte ohne Grenzen bislang  16.000 Patienten behandelt. Die Zahl der Aufnahmen hat sich dort mittlerweile stabilisiert. In Port-au-Prince und Umgebung wurden dagegen in der vergangenen Woche zwei Mal so viele Kranke aufgenommen wie in der Woche zuvor. Insgesamt haben die Teams hier bislang 8.700 Patienten behandelt. In Cap Haitien und Umgebung, im Norden des Landes, wurden allein in der vergangenen Woche 1.200 Behandlungen durchgeführt. Im Nordwesten (Port de Paix und Umgebung) waren es im selben Zeitraum 1.300 Behandlungen.

Insgesamt arbeiten derzeit 1.150 Mitarbeiter von Ärzte ohne Grenzen in dem aktuellen Cholera-Einsatz. Bislang hat die Organisation mehr als 240 Tonnen medizinisches und anderes Hilfsmaterial nach Haiti gebracht.

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