Sudan

Südsudan: Nach Kämpfen in Abyei versorgt Ärzte ohne Grenzen Verwundete

Nach den Kämpfen in der Region Abyei versorgt Ärzte ohne Grenzen 42 Menschen, die bei den Zusammenstößen verletzt wurden. Sie wurden in der Nacht vom Freitag zum Samstag in das 40 Kilometer südlich von Abyei gelegene Krankenhaus der Organisation in Agok eingeliefert.

Die Bevölkerung von Abyei ist heute Morgen aus Abyei geflohen und die Stadt ist fast gänzlich verlassen. Die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen haben die Aktivitäten zur Basisgesundheitsversorgung fast vollständig aufgegeben und können nun den Geflohenen in Agok helfen. Die Teams von Ärzte ohne Grenzen stehen dort bereit, um weitere Verletzte aufnehmen zu können.

Seit Jänner 2011 gibt es im Krankenhaus in Agok auch einen vollständig ausgestatteten Operationssaal. Die Mitarbeiter bereiten zudem mobile Aktivitäten vor, um medizinische Hilfe leisten zu können und gegebenenfalls Materialien – auch zum Aufbau von Unterkünften  – ausgeben zu können.

Ärzte ohne Grenzen leistet im Sudan seit 1979 Hilfe und hat gegenwärtig 27 Projekte in 13 Staaten des Landes. In Abyei arbeitet die Organisation seit 2006, wo die Mitarbeiter Basisgesundheitsversorgung anbieten, darunter auch vorgeburtliche Betreuung und Behandlung von Mangelernährung.

Allein 2010 haben die Teams mehr als 18.500 ambulante Konsultationen durchgeführt. Patienten und Patientinnen, die in das Krankenhaus in Agok überwiesen werden, können dort unter anderem geburtshilflich und chirurgisch versorgt werden. Es gibt eine Pädiatrie- und eine Tuberkulose-Station, es werden ambulante Behandlungen durchgeführt und es gibt ein Ernährungszentrum.

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