Unsere Hilfe in Burundi

Unsere Aktivitäten im Überblick:

Ärzte ohne Grenzen konzentrierte 2018 die Hilfe in Burundi auf die Versorgung von Verletzten in der Hauptstadt Bujumbura. Zudem beugten die Teams Epidemien vor und leisteten im Fall eines Ausbruchs Hilfe.

Unsere Hilfe in Burundi im Einzelnen (Auszug)

  • Ärzte ohne Grenzen setzte 2018 die Hilfe in Burundi fort: Die Teams versorgten Verletzte und Brandopfer im Krankenhaus „Arche Kigobe“, das über 68 Betten verfügte. Die Teams hielten 22.400 ambulante Konsultationen in der Notaufnahme ab und führten mehr als 4.000 chirurgische Eingriffe durch. Mehr als 6 Prozent der Patientinnen und Patienten waren Gewaltopfer. Auf der ambulanten Station hielten unsere Teams fast 9.500 medizinische Sprechstunden ab, versorgten 20.000 Wundverbände und nahmen 14.300 physiotherapeutische Anwendungen vor.
     
  • Nach einer beträchtlichen Zunahme von Malariafällen im Bezirk Ryansoro, Provinz Gitega, im Jahr 2017, besprühten die Teams im Jahr 2018 die Innenräume der Unterkünfte mit Insektiziden, um die Mücken zu töten. In zwei Wellen im Verlauf von sechs Monaten wurden 35.000 Haushalte in ländlichen Gegenden auf diese Weise geschützt. Von dieser Hilfe in Burundi profitierten rund 160.000 Personen. Ärzte ohne Grenzen wurde bei dieser Aktion von 322 Mitarbeitern des öffentlichen Gesundheitssystems und Freiwilligen unterstützt. Darüber hinaus behandelten die Teams Malaria-Patientinnen und Patienten in 14 Kliniken sowie im Ntita-Bezirkskrankenhaus. Sie betreuten auch die Blutbank in Gitega.
     
  • Im Rahmen der Hilfe in Burundi unterstützte Ärzte ohne Grenzen die Gesundheitsbehörden bei der Bekämpfung eines Cholera-Ausbruchs, der in der Stadt Rumonge seinen Ursprung hatte. Der Ausbruch wurde am 28. Dezember bestätigt. Noch am selben Tag war unser Team vor Ort und lieferte medizinisch-logistisches Material. Zudem stellten wir einen Rettungswagen zur Verfügung. Diese Hilfe in Burundi umfasste auch das Training von öffentlichem Gesundheitspersonal sowie die Bereitstellung von sauberem Trinkwasser für die Gemeinde.

Ärzte ohne Grenzen bot erstmals 1992 Hilfe in Burundi an.

Quelle: International Activity Report 2018

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