Unsere Hilfe für Flüchtlinge in Indonesien

Unsere Aktivitäten im Überblick:

Im Jahr 2018 konzentrierte Ärzte ohne Grenzen die Hilfe in Indonesien auf ein neues Projekt, um den medizinischen Bedarf von Jugendlichen zu decken. Zudem reagierten die Teams auf zahlreiche Notfälle im Verlauf des Jahres.

Die Hilfe in Indonesien im Einzelnen (Auszug):

  • Ärzte ohne Grenzen begann im Rahmen der Hilfe in Indonesien im Februar 2018 ein neues Projekt, um den Zugang von Jugendlichen zur Gesundheitsversorgung in Pandeglang, Provinz Banten, zu verbessern. Unsere Teams kooperierten mit Gemeindegesundheitshelfern, trainierten und unterstützten lokale Fachkräfte, stellten Geburtshilfe zur Verfügung und kümmerten sich in Einzelfällen um die Nachsorge. Außerdem informierten sie über die Angebote zur Gesundheit von Jugendlichen an Schulen, bei öffentlichen Veranstaltungen und in einem von Ärzte ohne Grenzen betreuten Jugendzentrum.
     
  • In Jakarta unterstützte Ärzte ohne Grenzen 2018 die lokalen Behörden bei Screening-Programmen und bei der Entwicklung von Richtlinien für die reproduktive Gesundheit von Jugendlichen auf den Thousand Islands. Die Inselgruppe liegt vor der nördlichen Küste von Jakarta.
     
  • Die Hilfe in Indonesien umfasste im April 2018 auch eine Reihe von Trainings, Workshops und Krankenhausbesuchen zum Umgang mit Methanol-Vergiftungen, die ein landesweites Problem darstellen. Die Teams unterstützten zudem lokale Ärzte mit speziellen Richtlinien zur Behandlung dieser Fälle.
     
  • Im Verlauf des Jahres 2018 kam es zu mehreren Erdbeben in Indonesien: im Juli und August auf der Insel Lombok, im September folgte dem Erdbeben in Palu ein Tsunami auf der Insel Sulawesi, und der Ausbruch des Vulkans Krakatoa verursachte im Dezember einen Tsunami entlang der Sundastraße, einer Meerenge zwischen den Inseln Sumatra und Java. Ärzte ohne Grenzen entsandte Nothilfeteams – bestehend aus medizinischen und psychologischen Fachkräften sowie Wasser- und Sanitärexperten – nach Lombok und Palu, um die nationalen Behörden zu unterstützen. Pandeglang war das Gebiet der Sundastraße, das am stärksten vom Tsunami betroffen war. Da dort das neue Gesundheitsprojekt für Jugendliche lief, konnte das Team sehr schnell und wirksam die lokalen Hilfsaktionen unterstützen. Im Rahmen dieser Hilfe in Indonesien konzentrierten sie sich auf Basismedizin, psychologische Hilfe und Hygienemaßnahmen für Vertriebene.

Ärzte ohne Grenzen bot erstmals 1995 Hilfe in Indonesien an.

Quelle: International Activity Report 2018

Die Hilfe von Ärzte ohne Grenzen in Indonesien wurde im Jahr 2018 mit insgesamt 8722 Euro aus Österreich unterstützt - Details dazu in unserem aktuellen Jahresbericht.

Meldungen aus Indonesien

Indonesien

Die Teams von Ärzte ohne Grenzen behandeln erste Patienten und Patientinnen im schwer erreichbaren Küstengebiet von Panimbang südlich der Stadt Labuan und haben mit psychologischer Hilfe begonnen.

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