Türkei: Flüchtlinge brauchen unsere Hilfe

Unsere Aktivitäten im Überblick:

Ärzte ohne Grenzen konzentrierte 2017 die Hilfe in der Türkei auf die finanzielle und technische Unterstützung von lokalen NGOs, die mit syrischen Flüchtlingen arbeiteten. Seit 2016 ist es Ärzte ohne Grenzen nicht mehr erlaubt, direkte Hilfe in der Türkei zu leisten.

Unsere Hilfe in der Türkei für Flüchtlinge (Auszug):

  • Ärzte ohne Grenzen setzte diese indirekte Hilfe in der Türkei fort, da das Land die meisten Flüchtlinge weltweit beherbergte. Mehr als 3,7 Millionen Geflüchtete suchten in der Türkei Zuflucht. Rund 94 Prozent der syrischen Flüchtlinge in der Türkei lebten 2017 außerhalb von Lagern und hatten nur beschränkten Zugang zu medizinischer Versorgung. 
     
  • Die Hilfe in der Türkei umfasste im Jahr 2017 die Unterstützung der Hilfsorganisation „Support to Life“, die 1.805 psychologische Einzel- und 95 Gruppengespräche abhielt sowie Psychoedukation in Kindergärten und in mehr als 1.000 Haushalten durchführte, in denen Menschen mit körperlichen Behinderungen lebten. 
     
  • Ärzte ohne Grenzen unterstützte auch die Organisation „Metider“ bei 36.049 Dolmetschereinsätzen in Krankenhäusern, um syrischen Patienten und Patientinnen bei der Kommunikation mit den medizinischen Fachkräften zu helfen. Außerdem beteiligte sich das Team an einer von der Regierung initiierten Impfkampagne für mehr als 14.000 Kinder bis zu fünf Jahren. Im Rahmen der Hilfe in der Türkei berieten die Teams zudem die „International Blue Crescent Foundation“ bei einem psychosozialen Programm in Akçakale, Provinz Şanliurfa. Insgesamt wurden 2.262 Einzel- und 205 Gruppengespräche abgehalten. Ärzte ohne Grenzen organisierte zudem 3.958 Hausbesuche und half den Flüchtlingen, ihre Sprach- und IT-Kenntnisse sowie ihre kunsthandwerklichen Fähigkeiten zu verbessern.
     
  • Ein von Ärzte ohne Grenzen unterstütztes und durch die Organisation „Citizens Assembly“ durchgeführtes Programm in Kilis leistete basismedizinische, psychologische und psychosoziale Hilfe für Geflüchtete aus Syrien. Diese Hilfe in der Türkei umfasste insgesamt 17.660 medizinische Sprechstunden und 4.737 Einzelberatungen. Darüber hinaus wurden 3.884 psychoedukative Gruppengespräche geführt und 913 Familienberatungen abgehalten. 268 Menschen wurden an psychiatrische Einrichtungen überwiesen. Das Zentrum „Nefes“, das von derselben Organisation betrieben wurde, bot im Rahmen dieser Hilfe in der Türkei zudem Unterstützung und Beratung für Geflüchtete an, die misshandelt worden waren.

Ärzte ohne Grenzen bot erstmals Hilfe in der Türkei an.

Quelle: International Activity Report 2017

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