Medizinische Versorgung

Jeder Mensch hat ein Recht auf medizinische Hilfe. Wenn in Krisensituationen ganze Bevölkerungsgruppen keinen Zugang zu Gesundheitversorgung haben, stellen wir diese zunächst sicher. Die Behandlung ist kostenlos.

In Flüchtlingslagern, nach einer Naturkatastrophe oder in Konfliktgebieten benötigen Menschen schnelle medizinische Hilfe. Häufige Krankheiten sind Durchfall, Haut- und Atemwegserkrankungen sowie MalariaÄrzte ohne Grenzen errichtet Gesundheitszentren, in denen mit einfachen Mitteln behandelt werden kann. Schnelltests erleichtern die Diagnose, zum Beispiel bei Malaria

Unsere Teams sind international zusammengestellt. Experten und Expertinnen aus vielen Ländern arbeiten Hand in Hand mit Menschen aus der Region. Häufig bilden die internationalen Teams die einheimischen Kollegen und Kolleginnen aus und stärken somit die Strukturen vor Ort.

Mobile Teams versorgen Menschen in abgelegenen Gebieten und organisieren den Transport von Schwerkranken in ein Krankenhaus. Wenn möglich arbeitet Ärzte ohne Grenzen mit lokalen Gesundheitsbehörden zusammen. In den Gesundheitseinrichtungen informieren unsere Teams wartende Patienten und Patientinnen über Krankheiten und deren Vorbeugung. 

Versorgung von Schwangeren und Neugeborenen sowie Hilfe bei Geburten sind Teil der medizinischen Grundversorgung. In Krisensituationen steigt die Gefahr von Frühgeburten und Komplikationen während der Geburt.

Hebamme Annika Bombek berichtet von ihrem Einsatz 2013 in Lankien im Südsudan:

Unsere Klinik war einfach angelegt und bestand hauptsächlich aus gut gebauten Lehmhütten mit Wellblechdächern. Wir haben Schwangere versorgt, bei Geburten geholfen und Neugeborene behandelt. Eine meiner schönsten Erinnerungen ist die Geburt eines Zwillingspärchens. Das Mädchen wurde mit 1.200 Gramm und der Junge mit 980 Gramm geboren. Wir haben sie so lange bei uns behalten, bis die Mutter unbedingt nach Hause gehen wollte. Natürlich hatten wir große Sorgen, dass die zwei mit einem so geringen Geburtsgewicht in einer solchen Umgebung nicht überleben würden. Aber elf Wochen später ist die Mutter wieder gekommen, weil der Junge eine leichte Erkältung hatte. Mittlerweile wog er 1.700 Gramm und seine Schwester 2.200 Gramm, beide waren gesund und munter.

Dringend für unsere Hilfsprojekte gesucht:

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