Im Einsatz gegen Corona

Sich selbst und andere schützen - das ist in Zeiten von Corona besonders wichtig. Die aktuellen Ausbreitung von COVID-19 zeigt einmal mehr, wie wichtig Zusammenhalt und Solidarität sind. Eine Krise wie diese kann man nur gemeinsam meistern: Wir bieten daher in den Ländern, die besonders stark betroffen sind, unsere Expertise und Unterstützung an.

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Wo wir aktiv sind

Ärzte ohne Grenzen hat bereits in rund 70 Ländern Hilfsaktivitäten zur Eindämmung des Coronavirus, zur Behandlung von COVID-19 oder zur Beratung lokaler Gesundheitsbehörden gestartet. Unsere Teams sind auf allen Kontinenten im Einsatz – und zwar in Dutzenden von Ländern. Eine Auswahl unserer Aktivitäten:

  • In Italien stellten wir nach drei Monaten unsere Projekte in den Regionen Lodi und Marken ein. Mehr als 50 Mitarbeitende waren in drei Krankenhäusern und 50 Altenheimen aktiv. Darüber hinaus führten unsere Teams weitere Aktivitäten wie Telemedizin, Schulungen von Gesundheitspersonal und psychologische Unterstützung durch. Bis Ende Juni setzen wir unsere Arbeit in mehreren Haftanstalten in der Lombardei, in Piemont und in Ligurien fort, um Häftlinge, Gefängnisanstestellte sowie Polizistinnen und Polizisten zu schützen. In Rom weiten wir unsere Unterstützung für besonders gefährdete Personengruppen aus. In Sizilien stellen wir einen epidemiologischen Überwachungsdienst zur Verfügung.
  • In Frankreich haben wir auf Grund des Rückgangs von Covid-19-Infizierten im Land unsere Aktivitäten in Krankenhäusern, Alten- und Pflegeheimen eingestellt. Unsere mobilen Teams setzen ihre reguläre Hilfe für Obdachlose und unbegleitete, minderjährige Flüchtlinge auf den Straßen von Paris und Marseille fort.
  • In Belgien bieten wir weiterhin Unterstützung bei der Infektionskontrolle und Kontaktnachverfolgung in Notunterkünften für schutzbedürftige Migrantinnen und Migranten sowie Obdachlose in Brüssel an.
  • In Rustenburg in Südafrika haben wir den COVID-19-Patientenfluss in mehreren Krankenhäusern und Gesundheitszentren unterstützt und dazu beigetragen, dass andere reguläre medizinische Aktivitäten, wie die Versorgung Betroffener sexueller Gewalt und PatientInnen und Patrienten mit HIV oder Tuberkulose, aufrecht erhalten werden. In Khayelitsha wurde am 1. Juni in Zusammenarbeit mit dem südafrikanischen Gesundheitsministerium ein COVID-19-Feldkrankenhaus eröffnet. Es verfügt über 60 Sauerstoffkonzentratoren zur Unterstützung der COVID-19-Patientenversorgung.
  • Im Jemen haben wir Maßnahmen ergriffen, um die Sicherheit von Mitarbeitenden sowie Patientinnen und Patienten in unseren bestehenden Projekten in 13 Gouvernoraten zu gewährleisten und gleichzeitig sicherzustellen, dass die lebensrettenden Aktivitäten in den bestehenden Krankenhäusern, in denen wir arbeiten, fortgesetzt werden. Die Krankenhäuser werden auch auf die Aufnahme von COVID-19-Fällen vorbereitet.
  • Im Nordosten von Syrien bieten wir Schulungs- und Vorbereitungsmaßnahmen u.a. im Al Hassakeh National Hospital und im Al Hol Camp an. Dies umfasst die Einrichtung einer Isolationsstation mit 48 Betten, die Einführung von Überwachungsmaßnahmen, die Identifizierung und Verwaltung von Fällen sowie Schulungen zur Infektionsprävention und -kontrolle (IPC) und zur Verwendung persönlicher Schutzausrüstung (PSA). In den Krankenhäusern und Gesundheitszentren, die wir im Nordwesten des Landes unterstützen, haben wir die Triage-Systeme und den Patientenfluss überprüft, um eine schnelle Erkennung verdächtiger COVID-19-Fälle und deren Isolierung sicherzustellen. Wir haben bereits 1000 Test durchgeführt, von denen alle negativ waren. In den Vertriebenencamps führen unsere mobilen Teams u.a. Maßnahmen zur Gesundheitsaufklärung durch und verteilen Hygienekits (z.B. 10.000 im Deir Hassan Camp).
  • In Griechenland unterstützten wir in den Flüchtlingslagern auf Lesbos und Samos die Gesundheitsaufklärung. In Lesbos haben wir eine stationäre medizinische Einrichtung aufgebaut, um mögliche Fälle von Covid-19 frühzeitig durch Tests erkennen, isolieren und medizinisch betreuen zu können. Bisher gab es noch kein positives Testergebnis. In Athen arbeiten wir mit der 3. Klinik für Innere Medizin der Universität Athen zusammen, indem wir psychologische Unterstützung für Gesundheitspersonal an vorderster Front, COVID-19-Patienten und deren Angehörigen anbieten. Wir haben auch Ausrüstung (Handschuhe, Masken) für schutzbedürftige soziale Gruppen wie z.B. Obdachlose und Geflüchtete bereitgestellt.

Darüber hinaus sind wir u.a. in folgenden Ländern aktiv: Ukraine, Irak, Libanon, Iran, Jemen, Jordanien, Gaza, Burkina Faso, Elfenbeinküste, Mali, Kamerun, Demokratische Republik Kongo, Kenia, Nigeria, Liberia, Sudan, Senegal, Niger, Tansania, Simbabwe, Mosambik, Eswatini, Guinea, Sierra Leone, Südsudan, Afghanistan, Pakistan, Bangladesch, Usbekistan, Kirgistan, Malaysia, Indonesien, Kambodscha, Philippinen, Brasilien, El Salvador, Haiti, Mexiko.

Weitere Informationen - FAQs

Parallel zum weltweiten Ausbruch von COVID-19 führen wir unsere regulären Aktivitäten fort. Wir sorgen uns insbesondere um die Folgen für Länder mit schwächeren Gesundheitssystemen, wenn dort viele Menschen mit COVID-19 behandelt werden müssen und um Bevölkerungsgruppen, die ohnehin in einem prekären Umfeld leben, wie Obdachlose, Menschen in Flüchtlingslagern oder von Konflikten betroffene Bevölkerungsgruppen.

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