Im Einsatz gegen Corona

Sich selbst und andere schützen - das ist in Zeiten von Corona besonders wichtig. Die aktuellen Ausbreitung von COVID-19 zeigt einmal mehr, wie wichtig Zusammenhalt und Solidarität sind. Eine Krise wie diese kann man nur gemeinsam meistern: Wir bieten daher in den Ländern, die besonders stark betroffen sind, unsere Expertise und Unterstützung an.

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Wo wir aktiv sind

Ärzte ohne Grenzen startet täglich neue Hilfsaktivitäten zur Eindämmung des Coronavirus, zur Behandlung von COVID-19 oder zur Beratung lokaler Gesundheitsbehörden beim Einsatz gegen die Pandemie. Teams sind auf allen Kontinenten im Einsatz, von Südafrika über Afghanistan bis hin zu El Salvador. Eine Auswahl:

  • In Italien unterstützten wir drei Krankenhäuser in der Lombardei bei der Infektionskontrolle sowie Hausärzte und ambulante Pflegedienste, die Menschen in Quarantäne zuhause betreuen. In der Region Marken beraten Mitarbeitende der Hilfsorganisation Pflegeheime darin, wie ein Ausbruch des Virus verhindert werden kann.
  • In Frankreich haben wir in Absprache mit sozial-medizinischen Vereinen und der regionalen Gesundheitsagentur Ile-de-France mit Aktivitäten begonnen, die sich auf besonders bedürftige Menschen wie Obdachlose, unbegleitete Minderjährige sowie Migrantinnen und Migranten in Paris und Umgebung konzentrieren. Wir helfen bei der Diagnose, Isolierung und im Fall-Management von COVID-19 in vorhandenen oder entstehenden Unterkünften
  • In Belgien unterstützen wir Krankenhäuser bei der Infektionskontrolle und helfen in Alten- und Pflegeheimen sowie bei der Versorgung gefährdeter Gruppen wie Obdachloser sowie Migrantinnen und Migranten ohne Papiere.
  • In Spanien richten wir zwei temporäre Krankenhäuser ein, um andere Spitäler zu entlasten. Zudem schulen die Teams Mitarbeitende von Gesundheitsdiensten und Betreiber von Altenheimen zu Maßnahmen gegen das Virus. Vielerorts werden Krankenhäuser auch administrativ, logistisch und strategisch unterstützt. Außerdem werden von uns psychologische Angebote für das Gesundheitspersonal angeboten, etwa im Baskenland.
  • In Genf in der Schweiz unterstützen wir die Hilfe für rund 1.300 besonders bedürftige Menschen durch logistische und sanitäre Expertise, helfen beim Umgang mit Verstorbenen und unterstützen das Uni-Krankenhaus in Genf durch einen Wissenstransfer.
  • In Norwegen unterstützen wir ein Krankenhaus, das im Zentrum des Ausbruchs steht, durch strategische Beratung sowie Infektionskontrolle und -vorbeugung. 
  • In Libyen haben wir in Krankenhäusern in Tripoli Trainings zur Infektionskontrollen und Fallbetreuung abgehalten.
  • In Südafrika wurden Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus allen vier bestehenden Projekten abgezogen, um den Einsatz gegen COVID-19 in drei Provinzen zu unterstützen. Sie unterstützen das “Tracing” (die Identifikation von Kontaktpersonen), die Verbreitung auf Aufklärungsmaterial und bereiten den Einsatz in den Bereichen Triage, Isolation und Behandlung von Erkrankten vor.
  • In Syrien unterstützen Mitarbeitende Einrichtungen in Azaz und Idlib bei der Einrichtung von Isolationsbereichen und der Schulung von medizinischem Personal. In Krankenhäusern in der Region wurden zudem Komitees gegründet, die sich um eine Verbesserung der hygienischen Situation kümmern. In den Lagern, in denen wir arbeiten, haben Mitarbeitende der mobilen Kliniken damit begonnen, Menschen mit einer vermuteten Covid-19-Infektion zu isolieren. Darüber hinaus wurde die Verteilung von Hilfsgütern wie Hygieneartikeln und sauberem Wasser ausgeweitet.
  • In Griechenland haben wir einen Notfallplan für das Flüchtlingslager Moria auf Lesbos aufgestellt, falls es dort einen Ausbruch der Krankheit geben sollte. Auf Samos hilft ein Team bei der Isolation einfacher Fälle und prüft den potenziellen Unterstützungsbedarf der Krankenhäuser. Es wurden Maßnahmen zum Schutz des medizinischen Personals getroffen, außerdem wurde die Versorgung mit sauberem Wasser und die Zahl sanitärer Anlagen ausgebaut. Wir fordern die Evakuierung der völlig überfüllten und unhygienischen EU-Flüchtlingslager.
  • In Hong Kong unterstützt Ärzte ohne Grenzen durch Aufklärungsarbeit und psychologische Hilfe, speziell für besonders gefährdete Personen. In China haben wir spezielle medizinische Schutzausrüstung in das Jinyintan-Krankenhaus nach Wuhan in der Provinz Hubei geschickt (dem Epizentrum des aktuellen Ausbruchs). Wir tragen so dazu bei, dass Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an vorderster Front geschützt sind.

Weitere Informationen - FAQs

Parallel zum weltweiten Ausbruch von COVID-19 führen wir unsere regulären Aktivitäten fort. Wir sorgen uns insbesondere um die Folgen für Länder mit schwächeren Gesundheitssystemen, wenn dort viele Menschen mit COVID-19 behandelt werden müssen und um Bevölkerungsgruppen, die ohnehin in einem prekären Umfeld leben, wie Obdachlose, Menschen in Flüchtlingslagern oder von Konflikten betroffene Bevölkerungsgruppen. Daher fordern wir aktuell - dringender denn je zuvor - die Evakuierung der EU-Flüchtlingslager in Griechenland.

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Was hilft gegen Angst und Stress?

Die Corona-Pandemie beeinflusst unser Alltagsleben und stellt uns alle vor eine neue Herausforderung. Im Video teilt unserer erfahrener Psychologe Raimund Alber, der auf COVID-19-Einsatz in Hong Kong war, hilfreiche Tipps gegen Angst und Stress:

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