Im Einsatz gegen Corona

Sich selbst und andere schützen - das ist in Zeiten von Corona besonders wichtig. Die aktuellen Ausbreitung von COVID-19 zeigt einmal mehr, wie wichtig Zusammenhalt und Solidarität sind. Eine Krise wie diese kann man nur gemeinsam meistern: Wir bieten daher in den Ländern, die besonders stark betroffen sind, unsere Expertise und Unterstützung an.

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Wo wir aktiv sind

Ärzte ohne Grenzen startet täglich neue Hilfsaktivitäten zur Eindämmung des Coronavirus, zur Behandlung von COVID-19 oder zur Beratung lokaler Gesundheitsbehörden bei der Eindämmung der Pandemie. Unsere Teams sind auf allen Kontinenten im Einsatz – und zwar in Dutzenden von Ländern. Eine Auswahl unserer Aktivitäten:

  • In Italien unterstützten wir drei Krankenhäuser in der Lombardei bei der Eindämmung der Epidemie. In der Region Marken arbeiten wir in 30 Seniorenheimen, um eine Ausbreitung des Corona-Virus zu verhindern. In Rom leisten wir in einem Gebäude mit mehr als 500 afrikanischen Flüchtlingen medizinische Nothilfe. Aktuell sind 50 Mitarbeitende im COVID-19-Einsatz.
  • In Frankreich betreuen wir mobile Kliniken und unterstützen Coronavirus-Tests für Obdachlose, unbegleitete Minderjährige sowie Migrantinnen und Migranten in Paris und der Ile de France. Zudem leisten wir medizinische Hilfe in zwei Covid-19-Zentren für Obdachlose und Migranten sowie Migrantinnenc südlich und nördlich von Paris (Châtenay-Malabry, Aulnay-sous-Bois) sowie im Krankenhaus Mondor in Crétail.  In Marseille unterstützen wir eine Klinik.
  • In Belgien unterstützten unsere mobilen Teams bislang 95 Alten- und Pflegeheime bei der Identifizierung und Isolation von Erkrankten und mit psychologischer Hilfe. Darüber hinaus helfen wir bei der Versorgung gefährdeter Gruppen wie Obdachlose sowie Migrantinnen und Migranten ohne Papiere. Für schutzbedürftige Gruppen betreuen wir zudem ein medizinisches Isolierzentrum mit bis zu 150 Betten in Brüssel. Mehr als 100 Mitarbeitende sind im Einsatz.
  • In Spanien haben wir rund 200 Pflegeheime für ältere Menschen umfassend beraten und bei der Infektionsprävention aktiv geholfen.  Unsere Aktivitäten konzentrieren sich bisland auf Madrid und Katalonien, aber wir unterstützen auch Kliniken im Norden und Süden des Landes. Der Fokus verändert sich dabei in Richtung ländliche Gebiete. So übergeben unsere Teams allmählich die Aktivitäten in Madrid an die Behörden.
  • In Genf in der Schweiz unterstützen wir die Hilfe für  besonders bedürftige Menschen durch logistische und sanitäre Expertise, helfen beim Umgang mit Verstorbenen und unterstützen das Uni-Krankenhaus in Genf durch einen Wissenstransfer. Auch in Lausanne sind wir im Bereich Infektionsprävention und -kontrolle sowie Gesundheitsaufklärung im Einsatz.
  • In Südafrika sind wir in den Provinzen Gauteng, KwaZulu-Natal und Western Cape tätig und unterstützen die Behörden dabei, Kontakte nachzuverfolgen. Zudem erstellen wir in Kliniken Pläne für Triage, Isolation und Behandlungsmaßnahmen. In der Stadt Tshwane betreuen wir Obdachlose und Asylsuchende, in Johannesburg ist ein mobiles Team in drei Obdachlosenzentren aktiv.
  • In Syrien unterstützen wir das Krankenhaus in Idlib mit einer Isolierstation, schulen das Personal und liefern medizinisches und logistisches Material. In Azaz haben wir ein Triage-Zelt errichtet. In Atmeh bereiten wir eine Isolierstation vor und schulen das Personal. In den Vertriebenencamps im Gebiet Deir Hassan arbeiten zwei mobile Teams. Zudem haben wir Tausende Hygienekits an die Menschen verteilt.
  • In Griechenland unterstützten wir in den Flüchtlingslagern auf Lesbos und Samos die Gesundheitsaufklärung. In Lesbos haben wir einen Notfallplan für das Lager Moria entwickelt, dessen Evakuiert wir seit Monaten fordern. Neben dem Schutz unseres medizinischen Personals haben wir auch die Versorgung mit sauberem Wasser und sanitären Anlagen ausgebaut.
  • In Hong Kong unterstützt Ärzte ohne Grenzen durch Aufklärungsarbeit und psychologische Hilfe, speziell für besonders gefährdete Personen. In China haben wir spezielle medizinische Schutzausrüstung in das Jinyintan-Krankenhaus nach Wuhan in der Provinz Hubei geschickt (dem Epizentrum des aktuellen Ausbruchs). Wir tragen so dazu bei, dass Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an vorderster Front geschützt sind.

Darüber hinaus sind wir u.a. in folgenden Ländern aktiv: Ukraine, Irak, Libanon, Iran, Jemen, Jordanien, Gaza, Burkina Faso, Elfenbeinküste, Mali, Kamerun, Demokratische Republik Kongo, Kenia, Nigeria, Liberia, Sudan, Senegal, Niger, Tansania, Simbabwe, Mosambik, Eswatini, Guinea, Sierra Leone, Südsudan, Afghanistan, Pakistan, Bangladesch, Usbekistan, Kirgistan, Malaysia, Indonesien, Kambodscha, Philippinen, Brasilien, El Salvador, Haiti, Mexiko. 

Weitere Informationen - FAQs

Parallel zum weltweiten Ausbruch von COVID-19 führen wir unsere regulären Aktivitäten fort. Wir sorgen uns insbesondere um die Folgen für Länder mit schwächeren Gesundheitssystemen, wenn dort viele Menschen mit COVID-19 behandelt werden müssen und um Bevölkerungsgruppen, die ohnehin in einem prekären Umfeld leben, wie Obdachlose, Menschen in Flüchtlingslagern oder von Konflikten betroffene Bevölkerungsgruppen. Daher fordern wir aktuell - dringender denn je zuvor - die Evakuierung der EU-Flüchtlingslager in Griechenland.

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Die Corona-Pandemie beeinflusst unser Alltagsleben und stellt uns alle vor eine neue Herausforderung. Im Video teilt unserer erfahrener Psychologe Raimund Alber, der auf COVID-19-Einsatz in Hong Kong war, hilfreiche Tipps gegen Angst und Stress:

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