Unsere Hilfe in Guinea-Bissau

Unsere Aktivitäten im Überblick:

Ärzte ohne Grenzen fokussierte im Jahr 2017 die Hilfe in Guinea-Bissau auf die medizinische Versorgung von Kindern und die Behandlung von Malaria. Das Land gehört zu den ärmsten Ländern weltweit. Die seit Jahren anhaltende politische Instabilität und wirtschaftliche Stagnation haben das Gesundheitssystem sehr geschwächt.

Die Hilfe in Guinea-Bissau im Einzelnen (Auszug):

  • Ärzte ohne Grenzen konzentrierte die medizinische Hilfe in Guinea-Bissau im Jahr 2017 auf die Verringerung der Kindersterblichkeit. In der zentralen Region Batafá betreuten die Teams im Regionalkrankenhaus die Säuglingsstation, die Pädiatrie und ein Ernährungsprogramm für Kinder unter 15 Jahren. Zudem unterstützten sie vier Gesundheitszentren in ländlichen Gebieten und schulten Gemeindegesundheitshelfer in der Diagnose und Behandlung von Durchfallerkrankungen, Malaria, akuten Atemwegsinfektionen sowie im Erkennen von mangelernährten Patienten und Patientinnen.  

  • Ein Schwerpunkt der Hilfe in Guinea-Bissau war zudem die Bekämpfung von Malaria: Zum saisonalen Höhepunkt der Epidemie verdoppelten die Teams die Anzahl der Betten im Regionalkrankenhaus. Als vorbeugende Maßnahme führten sie wie im Vorjahr die saisonale Malaria-Chemoprävention durch, mit der sie 21.000 Kinder in Batafá erreichten. Dank der Lobbyaktivitäten und Trainingsinitiativen von Ärzte ohne Grenzen wurden finanzielle Mittel für die saisonale Malaria-Chemoprävention in anderen Regionen des Landes zur Verfügung gestellt.

  • Wir weiteten die medizinische Hilfe in Guinea-Bissau auf das wichtigste Kinderkrankenhaus - Simao Mendes National Hospital - in der Hauptstadt Bissau aus. Die Teams betreuten dort die pädiatrische Station und stellten ab September 2017 rund 40 Betten auf der Säuglingsintensivstation zur Verfügung. Das Team kooperierte eng und erfolgreich mit dem Personal der Gesundheitsbehörden, um die sehr hohe Kindersterblichkeitsrate auf der Intensivstation zu verringern. Die Ursachen hierfür lagen in häufigen Blutvergiftungen bei Neugeborenen, Infektionen der unteren Atemwege und Malaria. Diese Hilfe in Guinea-Bissau wird auch 2018 fortgeführt werden.

Ärzte ohne Grenzen bot erstmals 1998 Hilfe Guinea-Bissau an.

Quelle: International Activity Report 2017

Die Hilfe von Ärzte ohne Grenzen in Guinea-Bissau wurde im Jahr 2017 mit insgesamt 300.000 Euro aus Österreich unterstützt – Details dazu in unserem aktuellen Jahresbericht.

 

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