Unsere Hilfe in Honduras

Unsere Aktivitäten im Überblick:

Medizinische Hilfe in Honduras ist aufgrund der jahrelangen politischen, wirtschaftlichen und sozialen Instabilität wichtig. Die Gewaltrate im Land ist eine der höchsten weltweit. Dies hat gravierende medizinische, psychologische und soziale Folgen für die Bevölkerung. Frauen sind hiervon am stärksten betroffen.

Die Hilfe in Honduras im Einzelnen (Auszug):

  • Ärzte ohne Grenzen weitete im März 2017 die medizinische Hilfe in Honduras aus: Die Teams eröffneten eine Mutter-Kind-Klinik in Choloma. Die Stadt ist bekannt für ihr hohes Gewaltpotenzial. Viele Schwangere erhielten zuvor keine Schwangerenberatungen, und selbst Geburtshilfe war extrem limitiert. In der Folge kam es zu sehr vielen medizinischen Komplikationen bei Frauen im gebärfähigen Alter. Unsere Teams boten Beratungen zur Familienplanung an, vor- und nachgeburtliche Konsultationen, Geburtshilfe und psychosoziale Unterstützung, auch für Überlebende sexueller Gewalt.

  • In der Hauptstadt Tegucigalpa stellten wir im Rahmen der Hilfe in Honduras weiterhin medizinische und psychologische Nothilfe für Überlebende von Gewalttaten an, einschließlich sexueller Gewalt. Diese kostenlose und vertrauliche Hilfe wurde in zwei Kliniken und im Allgemeinen Krankenhaus in Tegucigalpa angeboten. Die medizinische Behandlung nach einer Vergewaltigung schließt die Postexpositionsprophylaxe zur Verhinderung einer HIV- oder Hepatitis B-Infektion ein sowie die Behandlung von anderen sexuell übertragbaren Krankheiten, wie Syphilis oder Tripper. Die psychologische Hilfe in Honduras umfasste Beratungen, Gruppentherapien und psychologische Erste Hilfe.

  • In Übereinstimmung mit internationalen Protokollen setzten wir die Lobby-Bemühungen fort, um Überlebenden sexueller Gewalt den Zugang zu einer umfassenden medizinischen Versorgung im Land zu ermöglichen. Dies schließt auch die Notfallverhütung ein, die als medizinische Hilfe in Honduras noch immer verboten ist.

Ärzte ohne Grenzen bot erstmals 1974 Hilfe in Honduras an.

Quelle: International Activity Report 2017

Die Hilfe von Ärzte ohne Grenzen in Honduras wurde im Jahr 2017 mit insgesamt 200.000 Euro aus Österreich unterstützt – Details dazu in unserem aktuellen Jahresbericht.

Meldungen aus Honduras

Kenia

Die Bedürfnisse von Mädchen und jungen Frauen werden im Gesundheitsbereich leider oft übersehen. Dabei ist es wichtig, sich um die spezifischen Themen zu kümmern, die sie betreffen: Unser Schwerpunkt zum Internationalen Frauentag am 8. März 2015.

weiterlesen

Seiten

Vervielfältigen