Die aktuelle Situation in Pakistan

In Pakistan ist der Zugang zur Gesundheitsversorgung für viele Menschen eingeschränkt. Wir unterstützen Menschen, die marginalisiert werden oder in Armut leben. Wir konzentrieren uns auf vernachlässigte Krankheiten, Mutter-Kind-Versorgung und Hepatitis-C.

Durch Naturkatastrophen und Konflikte kommt es in Pakistan immer wieder zu Zerstörung und Vertreibungen. In solchen unsicheren Situationen ist es besonders wichtig, Zugang zu medizinischer und humanitärer Hilfe zu ermöglichen. 

Jetzt helfen!

So helfen wir in Pakistan

14.900

begleitete Geburten

6.770

Malaria-Behandlungen

11.200

Behandlungen

gegen kutane Leishmaniose

Hilfe für Schwangere, Neugeborene und Kinder

In Belutschistan versorgen wir an drei Standorten Mütter, Neugeborene und Kinder. Dabei ermöglichen wir Geburtshilfe, Ernährungsprogramme und Überweisung von Patient:innen. Wir versorgen sowohl die lokale Bevölkerung als auch afghanische Geflüchtete.

Behandlung der kutanen Leishmaniose

Wir betreiben ein Programm zur Behandlung der kutanen Leishmaniose:(eine durch Parasiten verursachte Hautkrankheit. Jedes Jahr betreuen wir knapp 10.000 Patient:innen in fünf Kliniken in Belutschistan und Khyber Pakhtunkhwa. Wir kümmern uns um die Diagnose, Behandlung und psychologische Unterstützung der Patient:innen. Gleichzeitig führen wir klinische Forschung zu besseren Behandlungsmöglichkeiten durch. 

Allgemeine Gesundheitsberatung

Im Tirah-Tal im Distrikt Khyber, Khyber Pakhtunkhwa, bieten wir allgemeine Gesundheitsberatungen für die Menschen an. Viele wurden von Konflikten vertrieben und bauen sich jetzt ein neues Leben auf. Wir reagieren außerdem auf einen Malaria-Ausbruch in der Region.   

Hepatitis C-Behandlung

Wir können unsere Projekte zu Hepatitis-C in der Region Karachi beenden und übergeben. Über neun Jahre hinweg haben wir ein Programm aufgebaut, das lebensrettende Behandlungen zur Verfügung stellt. Damit haben wir gezeigt, wie effektiv und nachhaltig auf eine Gesundheitskrise reagiert werden kann. 

Mustafa playing with his father
Gul Nayab/MSF
Der sechsjährige Mustafa hat eine sechsmonatige Tuberkulose-Behandlung hinter sich und spielt jetzt mit seinem Vater in Karachi.

Behandlung von resistenter Tuberkulose

In Gujranwala, Punjab, konzentrieren wir uns auf die Diagnose und Behandlung von arzneimittelresistenter Tuberkulose. Wir stellen die Patient:innen in den Vordergrund und bieten Behandlungen ohne Spritzen an, die schneller und effektiver funktionieren, als die herkömmlichen Methoden. Wir inkludieren auch Hausbesuche in unseren Ansatz und verbessern Diagnose und Behandlung für unter 15-jährige Patient:innen.

Auswirkung der Klimakrise

“Pakistan ist eines jener Länder, die am stärksten unter den Auswirkungen der Klimakrise leiden, dies zeigt sich in der aktuellen Lage besonders”, so Elisa de Siqueira, politische Referentin bei Ärzte ohne Grenzen Deutschland. Sie ist Expertin für das Thema Klimakrise im humanitären Kontext. “Menschen in Ländern wie Pakistan, die unter wirtschaftlich schwierigen Bedingungen leben, spüren die Folgen der Klimakrise besonders. Hier sind Geberstaaten gefragt. Sie sollten die Klimakrise im Rahmen der humanitären Hilfe, Katastrophenvorsorge, Übergangshilfe und auch langfristigen Entwicklungszusammenarbeit stärker berücksichtigen.”

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1986

Beginn der Arbeit

12,3

Mio. EUR

Ausgaben (Vorjahr)

964

Einsatz­kräfte

Ländervergleich Österreich & Pakistan

AT
PK
83.30
66.93

Lebens­erwartung Frauen

in Jahren

Quelle: WHO, data.worldbank.org

AT
PK
78.66
65.08

Lebens­erwartung Männer

in Jahren

Quelle: WHO, data.worldbank.org

AT
PK
2.60
50.10

Säuglings­sterblichkeit

je 1000 Geburten

Quelle: WHO, data.worldbank.org

AT
PK
5.52
1.16

Ärzt:innen

je 1000 Einwohner­:innen

Quelle: WHO, data.worldbank.org

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