Griechenland

Ärzte ohne Grenzen unterstützt Flüchtlinge auf den ägäischen Inseln

Berichten zufolge ist die Zahl der Bootsflüchtlinge, die in der Ägäis ankommen, in den vergangenen zwei Wochen gestiegen. Ein Team von Ärzte ohne Grenzen hat deshalb vom 30. August bis 4. September 2012 die Situation der Migrantinnen und Migranten auf den ägäischen Inseln Samos, Leros und Simi untersucht. Dabei hat das Team festgestellt, dass die Kapazitäten zur Unterbringung sehr begrenzt und die sanitären Standards in allen besuchten Unterkünften ungenügend sind.

Der Zugang zu Trinkwasser, zum Teil auch zu Nahrungsmitteln, ist eingeschränkt und Hygieneartikel sind gar nicht erhältlich. Darüber hinaus gibt es in den gegenwärtigen Unterkünften keine Trennung von Männern, Frauen und Familien.

 

Kaum medizinische Versorgung

 

Auch der Zugang zu medizinischer Versorgung ist für die neu ankommenden Migranten sehr eingeschränkt. Vor allem besonders gefährdete Gruppen wie Kinder, schwangere Frauen, ältere Menschen sowie Menschen mit chronischen Krankheiten brauchen bei ihrer Ankunft jedoch eine medizinische Untersuchung und - wenn nötig - eine Weiterbehandlung.

Während der Erkundung versorgte das Team von Ärzte ohne Grenzen die Migrantinnen und Migranten auf den drei Inseln medizinisch und verteilte Hygieneartikel wie Seife, Zahnbürsten und Zahnpasta an insgesamt 246 Menschen, die meisten von ihnen aus Syrien und Afghanistan. Die Kinder erhielten, wenn nötig, etwas zu essen und sauberes Wasser.

Ärzte ohne Grenzen unterstützt seit 2008 Migranten und Asylsuchende in Griechenland mit medizinischer und humanitärer Nothilfe.

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