Unsere Hilfe in Tadschikistan

Unsere Aktivitäten im Überblick:

Ärzte ohne Grenzen konzentrierte 2016 die Hilfe in Tadschikistan darauf, dass mehr Kinder mit Tuberkulose (TB) behandelt wurden.  

Unsere Hilfe in Tadschikistan im Einzelnen (Auszug):

  • Ärzte ohne Grenzen begann im November 2011 die TB-Hilfe in Tadschikistan. Seitdem arbeiteten die Teams mit den Gesundheitsbehörden zusammen, um Kinder und ihre Familienangehörigen zu behandeln, wenn sie an herkömmlicher Tuberkulose oder an resistenten TB-Formen erkrankt waren. Im Jahr 2016 wurden erstmals die neuen TB-Medikamente Bedaquilin und Delamanid eingesetzt. 17 Patienten und Patientinnen nahmen Bedaquilin ein, vier erhielten Delamanid. Das Programm hat bewiesen, dass eine umfassende TB-Versorgung für Kinder möglich ist. Wann immer möglich wurden sie zuhause behandelt.  Ärzte ohne Grenzen unterstützte auch das pädiatrische TB-Krankenhaus in Duschanbe und die Kinderstation im Krankenhaus der Stadt Machiton. Die TB-Hilfe in Tadschikistan umfasste Tests, Labordiagnosen, Nachsorge, individuelle Behandlungen und psychosoziale Unterstützung, inklusive Spieltherapien. Im Projekt wurden auch Kinder behandelt, die gleichzeitig an Tuberkulose und HIV erkrankt waren oder unter TB und schwerer Mangelernährung litten. Im Jahresverlauf stellten unsere Teams gemeinsam mit den Behörden die dritte Version der pädiatrischen TB-Richtlinien für Tadschikistan fertig. Sie informieren darüber, wie Kinder mit Tuberkulose am besten behandelt werden. Seit Projektbeginn wurden 147 TB-Patienten und Patientinnen medizinisch versorgt.
  • Im Süden des Landes konzentrierte Ärzte ohne Grenzen die Hilfe in Tadschikistan darauf, Kinder mit HIV und ihre Familien zu behandeln.  Die Teams arbeiteten im Krankenhaus in Kulob, um die Krankheits- und Sterblichkeitsrate zu verringern. Dabei konzentrierten sie sich vor allem auf diejenigen Kinder mit HIV, die auch unter einer Begleiterkrankung litten. Außerdem beugten sie der Übertragung des HI-Virus von der Mutter auf das Kind vor. Ab Juni 2016 behandelte Ärzte ohne Grenzen 79 Patienten und Patientinnen (62 Kinder und 17 Familienangehörige) gegen Begleitinfektionen, verhinderte die Übertragung des Virus von der Mutter auf das Kind und stellte Ernährungshilfe und soziale Unterstützung zur Verfügung.

Ärzte ohne Grenzen bot erstmals 1997 Hilfe in Tadschikistan an.

Quelle: International Activity Report 2016

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