Unsere Hilfe in Uganda

Unsere Aktivitäten im Überblick:

Ärzte ohne Grenzen setzte im Jahr 2018 die medizinische Hilfe in Uganda für Geflüchtete fort. 1,1 Millionen von ihnen haben in Uganda Zuflucht gesucht, mehr als irgendwo sonst in Afrika. Gleichzeitig leben mehr als 1,2 Millionen Menschen mit HIV im Land, und es kommt immer wieder zum Ausbruch von Epidemien.

Unsere Hilfe in Uganda im Einzelnen (Auszug):

  • Ärzte ohne Grenzen setzte 2018 die HIV-Hilfe in Uganda fort und konzentrierte sich dabei auf bestimmte bedürftige Gruppen, die unverhältnismäßig stark betroffen sind. Die Teams boten Screenings an, behandelten und unterstützten Menschen mit HIV, leisteten sexuelle und reproduktive Gesundheitsversorgung für Jugendliche und versorgten Geflüchtete medizinisch.
     
  • Der Studie „Uganda Population Based HIV Impact Assessment (UPHIA)“ zufolge leben derzeit 1,2 Millionen Menschen mit HIV im Land. Trotz aller Bemühungen, den Zugang zu Screenings und zur Versorgung zu verbessern, bleiben beträchtliche Engpässe. Zunehmend kommt es zu Resistenzen gegen antiretrovirale Medikamente, so dass Therapien der ersten oder zweiten Behandlungslinie scheitern. Auf die Verfügbarkeit und Lieferung von Arzneimitteln der dritten Therapielinie kann man sich allerdings nicht verlassen.
     
  • In Arua leistete Ärzte ohne Grenzen im Rahmen der Hilfe in Uganda umfassende HIV-Versorgung. Dies schloss eine patientennahe Diagnostik ein, die Behandlung von Kryptokokken-Meningitis sowie eine bessere klinische Versorgung von Patientinnen und Patienten, bei denen die Bildung neuer HI-Viren nicht unterdrückt werden konnte. Zudem boten die Teams molekulare Resistenztests an und die Behandlung mit Medikamenten der dritten Therapielinie. Zusätzliche Aktivitäten bezogen sich auf Kinder und Jugendliche.
     
  • In Kasese konzentrierten wir die Hilfe in Uganda auf ländliche Fischergemeinden am Rande der Seen Edward und George. Wir unterstützten die Bildung von Gemeindegruppen, um den Zugang zur HIV-Versorgung zu verbessern und die Behandlungstreue zu erhöhen.
     
  • Jugendliche sind besonders anfällig für sexuell übertragbare Krankheiten – auch unerwünschte Schwangerschaften sind ein Thema. Unsere Hilfe in Uganda konzentrierte sich daher seit 2015 auf eine Klinik für Jugendliche in Kasese, wo wir sexuelle und reproduktive Gesundheitsversorgung anboten. Unsere Teams hielten mehr als 32.000 Konsultationen im Jahr 2018 ab.
     
  • Mehr als 100.000 Menschen sind zwischen Ende 2017 und Anfang 2018 vor der Gewalt im Nordosten der Demokratischen Republik Kongo über den Albertsee nach Uganda in den Bezirk Hoima geflohen. Im Februar brach dort Cholera aus. Unsere Teams reagierten sofort und gaben 47.500 orale Cholera-Impfungen aus. Zudem impften sie gegen Masern und andere Krankheiten, boten medizinische Hilfe sowie sexuelle und reproduktive Gesundheitsversorgung an. Im Bezirk Yumbe leisteten wir ambulante und stationäre Hilfe für Geflüchtete aus Südsudan. Als die Zahlen Anfang 2018 zurückgingen, übergaben wir die medizinischen Aktivitäten an andere Organisationen und boten stattdessen psychologische Hilfe in Uganda an, vor allem für Überlebende sexueller Gewalt in Imvepi, Rhino und Bidi Bidi.

Ärzte ohne Grenzen bot erstmals 1986 Hilfe in Uganda an.

Quelle: International Activity Report 2018

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