Aktuelle Situation in Indien

Indien ist mit über 1,4 Milliarden Einwohner:innen das bevölkerungsreichste Land der Welt. Es erstreckt sich über eine Fläche von 3,3 Millionen Quadratkilometern in Südostasien. 

Das Land kämpft mit einer Gesundheitskrise. Es kommt immer wieder zu Gewalt und der Zugang zur Gesundheitsversorgung ist ungleich verteilt. Tuberkulose (TB), HIV und andere Infektionskrankheiten sind weit verbreitet, besonders in abgelegenen Gemeinden. Tuberkulose ist eine der tödlichsten Infektionskrankheit weltweit. Ein Viertel aller Todesfälle infolge von Tuberkulose ereignen sich in Indien. Patient:innen erfahren teils zu spät von ihrer Erkrankung oder haben keinen Zugang zu lebensrettenden neuen Medikamenten wie Bedaquilin und Delamanid.

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Wie wir in Indien helfen

21.400

psychologische Beratungen

6.780

Malaria-Behandlungen

290

Personen starten eine Tuberkulose-Behandlung

Tuberkulose-Behandlung

Unsere Arbeit zu Tuberkulose in Mumbai haben wir 2024 abgeschlossen und an das Nationale Tuberkulose-Programm und die Brihanmumbai Municipal Corporation übergeben. Seit 2006 haben wir Medikamenten-resistente Tuberkulose behandelt und Menschen unterstützt, für die es sonst keine Behandlungsmöglichkeiten gab.

HIV in Bihar

In der Region Bihar ist die Versorgung für Menschen mit HIV nur eingeschränkt möglich. Behandlungen sind sehr teuer und Erkrankte sind Stigmata ausgesetzt. Wir helfen Erkrankten durch eine holistische Versorgung im Guru Gobind Singh Krankenhaus in Patna.

Projekte in Manipur

In Manipur betreuen wir Menschen mit HIV und verschiedenen Tuberkulose-Formen. Dieses Projekt wurde durch einen Konflikt in der Region stark beeinträchtigt: In Folge des Konflikts wurde der Bundesstaat in zwei Gebiete getrennt, was die Versorgung unserer Patient:innen erheblich erschwert.

Hilfe für Geflüchtete

In Mizoram bieten wir in Hilfe für Geflüchtete aus dem Bundesstaat Chin in Myanmar an: Sie erhalten in unserer Klinik medizinische Grundversorgung und werden zu Fachärzt:innen weitervermittelt. In den Geflüchtetenlagern in den Grenzgebieten Champhai, Siaha und Lawngtlai versorgen wir neu angekommene Familien mit Hilfsgütern wie Zelten, Koch- und Hygienesets sowie mit Zugang zu Wasser und sanitären Einrichtungen.

Weitere medizinische Hilfe

In abgelegenen Gebieten von Chhattisgarh leisten wir medizinische Grundversorgung durch mobile Kliniken. Wir bieten auch sichere Schwangerschaftsabbrüche an und führen nach einem Ausbruch Masernimpfungen durch. In Jammu und Kaschmir konzentrieren wir uns auf die psychiatrische Versorgung.

Indien in Zahlen

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1999

Beginn der Arbeit

15,2

Mio. EUR

Ausgaben (Vorjahr)

671

Einsatz­kräfte

Ländervergleich Österreich & Indien

AT
IN
83.30
69.20

Lebens­erwartung Frauen

in Jahren

Quelle: WHO, data.worldbank.org

AT
IN
78.66
65.77

Lebens­erwartung Männer

in Jahren

Quelle: WHO, data.worldbank.org

AT
IN
2.60
24.50

Säuglings­sterblichkeit

je 1000 Geburten

Quelle: WHO, data.worldbank.org

AT
IN
5.52
0.70

Ärzt:innen

je 1000 Einwohner­:innen

Quelle: WHO, data.worldbank.org

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Hilfsorganisation setzt einen Monat nach Gewaltausbrüchen psychologische Notfallbetreuung fort und spendet medizinische Fixateure zur Behandlung von Brüchen
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Gipfeltreffen EU-Indien: Indien muss seine …

FTA Protest Delhi - February 2012
Siddharth Singh
Heute Treffen in Brüssel: Zugang zu bezahlbaren Medikamenten für Millionen Menschen darf nicht eingeschränkt werden.
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