Syrien

Syrien: Die Angst vor dem Morgen

Vor zwei Jahren begannen in Damaskus und Dar'a die Proteste gegen die syrische Regierung. Am 18. März 2011 starben dabei die ersten Menschen. Heute schätzen die Vereinten Nationen, dass in der Zwischenzeit in Syrien 70.000 Menschen getötet wurden.

Das Video beschreibt die humanitäre Situation vor Ort, die dadurch gekennzeichnet ist, dass ein katastrophaler Mangel an medizinischer Hilfe herrscht und Menschen sich aus Angst vor schwerwiegenden Repressionen auch gar nicht in medizinische Einrichtungen trauen. Krankenhäuser werden gezielt angegriffen, und medizinisches Personal wird misshandelt, gefoltert oder inhaftiert.

Ärzte ohne Grenzen hat bis heute keine offizielle Genehmigung erhalten, in Syrien zu arbeiten und versucht trotzdem, unter äußerst schwierigen Bedingungen, Hilfe zu leisten: Rund 200 Mitarbeitern der Organisation arbeiten in von der Opposition kontrollierten Gebieten im Norden Syriens. Die Teams betreiben dort drei Kliniken. Sie haben bislang 16.000 Patienten behandelt und 1.300 Operationen durchgeführt. Auch in Nachbarländern wie Jordanien, dem Libanon, der Türkei und im Irak leistet Ärzte ohne Grenzen Hilfe.

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