Unsere Hilfe in Bangladesch

Unsere Aktivitäten im Überblick:

Ärzte ohne Grenzen setzte 2018 die Hilfe in Bangladesch fort: Die Teams leisteten medizinische und humanitäre Hilfe für Rohingya-Flüchtlinge und die lokale Bevölkerung. Zudem halfen sie bei Engpässen in der Gesundheitsversorgung im Slum Kamrangirchar in Dhaka.

Die Hilfe für Bangladesch im Einzelnen (Auszug):

  • Im Rahmen der Hilfe in Bangladesch dehnte Ärzte ohne Grenzen die Projekte in Cox‘s Bazar aufgrund der vielen Rohingya, die in der zweiten Jahreshälfte 2017 und im ersten Quartal 2018 ins Land kamen, aus: Zum Jahresende 2018 war Ärzte ohne Grenzen einer der größten Gesundheitsversorger für die rund eine Million staatenlosen Rohingya, die in Bangladesch vor der militärischen Gewalt in Myanmar Zuflucht gesucht hatten. Die meisten von ihnen lebten unter sehr prekären Bedingungen. Mobile Teams leisteten Gesundheitsaufklärung und boten ihre Hilfe an, u. a. im Mega-Camp Kutupalong-Balukhalian, dem 2018 weltweit größten Flüchtlingslager. Die Teams reagierten 2018 auf den Ausbruch von Diphtherie, Masern und Windpocken. Gemeinsam mit den nationalen Gesundheitsbehörden organisierten sie zudem Massenimpfkampagnen gegen Cholera, Diphtherie und Masern und führten Routineimpfungen in den meisten Kliniken durch. Diese Hilfe in Bangladesch umfasste auch die Behandlung von mehreren Hundert Windpockenfällen, da diese Krankheit bei Schwangeren und Menschen mit geschwächtem Immunsystem Komplikationen verursachen kann.
     
  • Die Teams starteten in den Lagern massive Wasser- und Sanitäraktivitäten, um für Hunderttausende Menschen Trinkwasser, Duschen und Latrinen zur Verfügung zu stellen.
     
  • In der zweiten Jahreshälfte konzentrierten wir die Hilfe in Bangladesch darauf, Engpässe in der stationären Versorgung zu schließen und die Kapazitäten in mehreren Krankenhäusern in Cox´s Bazar zu erweitern.
     
  • Im Jahr 2018 setzten die Teams die reproduktive Gesundheitsversorgung für Frauen und Mädchen in Kamrangirchar fort.  In diesem Armenviertel von Dhaka hielten sie 12.000 Schwangerenberatungen ab, halfen bei 760 Geburten und versorgten 885 Überlebende sexueller Gewalt mit medizinischer und psychologischer Hilfe. Ärzte ohne Grenzen hielt zudem 9.300 Familienplanungsberatungen ab und führte 2.000 psychologische Einzelgespräche.  Im Rahmen dieser Hilfe in Bangladesch boten die Teams auch den Arbeiterinnen und Arbeitern zahlreicher kleiner Fabriken in Kamrangirchar 9.500 medizinische Konsultationen an und impften 550 Personen gegen Tetanus.

Ärzte ohne Grenzen bot erstmals 1985 Hilfe in Bangladesch an.

Quelle: International Activity Report 2018

Die Hilfe von Ärzte ohne Grenzen in Bangladesch wurde im Jahr 2018 mit insgesamt 530.000 Euro aus Österreich unterstützt - Details dazu in unserem aktuellen Jahresbericht.

Meldungen aus Bangladesch

Bangladesch

ehr als 700.000 Rohingya sind seit dem 25. August 2017 von Myanmar nach Bangladesch geflohen. Ein Jahr nach ihrer massenhaften Vertreibung leben sie unter unsichersten, gesundheitsgefährdenden Bedingungen in Kutupalong - dem inzwischen größten Flüchtlingslager der Welt.

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