Unsere Hilfe im Libanon für Flüchtlinge

Unsere Aktivitäten im Überblick:

Rund 4,4 Millionen Menschen leben im Libanon. Flüchtlinge aus Syrien belasten die libanesische Infrastruktur erheblich: Mit etwa 1,4 Millionen Syrern und Hunderttausenden Geflüchteten aus anderen Ländern leben im Libanon weltweit die meisten Flüchtlinge pro Einwohnerzahl.

Die Hilfe im Libanon für Flüchtlinge im Einzelnen (Auszug):

  • Die Hilfe von Ärzte ohne Grenzen im Jahr 2016 richtete sich an syrische Flüchtlinge, bedürftige Libanesen, libanesische Rückkehrer aus Syrien und palästinensische Flüchtlinge. In der Bekaa-Ebene, im Süden Beiruts und in Saida boten die Teams kostenlose qualitativ hochwertige basismedizinische Hilfe, reproduktive Versorgung, psychologische Hilfe und Gesundheitsaufklärung an. Zudem betreuten sie landesweit drei Mutter-Kind-Kliniken.
  • Bereits im September 2013 haben wir die Arbeit in einer basismedizinischen Klinik und einer Mutter-Kind-Klinik im Schatila-Flüchtlingslager im Süden Beiruts aufgenommen. Dort leben mehr als 30.000 Flüchtlinge.
  • In dem Flüchtlingslager in Burdsch al-Baradschneh boten wir sexuelle und reproduktive Gesundheitsversorgung, die Behandlung sexuell übertragbarer Krankheiten, psychologische Hilfe und Gesundheitsaufklärung an. Für Patienten und Patientinnen mit chronischen Erkrankungen, die in ihrer Bewegung eingeschränkt sind, starteten wir im Mai ein Programm für Hausbesuche.
  • Ein Großteil der geflüchteten Menschen hat sich in der Bekaa-Ebene niedergelassen, einer Hochebene im Libanon: Flüchtlinge benötigen hier dringend medizinische Hilfe. Wir leisteten basismedizinische Gesundheitsversorgung in vier Kliniken in Hermel, Aarsal, Baalbek und Madschdal Andschar. Zudem betreuten wir die Mutter-Kind-Kliniken in Aarsal und Madschdal Andschar. Im Dezember eröffneten wir in der Stadt Bar Elias ein Zentrum zur Versorgung chronischer Krankheiten.
  • Darüber hinaus betrieben wir fünf Basisgesundheitszentren im Norden Libanons: Flüchtlinge aus Syrien und libanesische Bedürftige wurden in den Provinzen Akkar und Tripoli gegen akute und chronische Krankheiten behandelt. Zudem boten die Teams reproduktive Gesundheitsversorgung, psychologische Hilfe, Impfungen und Aktivitäten zur Gesundheitsaufklärung an.
  • Von Februar bis Juli 2016 unterstützten die Teams eine kleine Unfallstation im Al-Makassed-Zentrum in Hiche. Ab September fokussierte das Team stärker auf die basismedizinische Versorgung, vor allem auf die Behandlung chronischer Krankheiten und auf psychologische Hilfe in Wadi Chaled und Akroum.
  • Zudem setzten wir die medizinische Hilfe für Palästinenser in Lager Ein-al-Hilweh fort. Rund 100.000 Menschen haben Zuflucht in diesem Camp in Saida gefunden.

Ärzte ohne Grenzen bot erstmals 1976 Hilfe im Libanon an.

Quelle: International Activity Report 2016

Die Hilfe von Ärzte ohne Grenzen im Libanon wurde im Jahr 2016 mit insgesamt 950.000 Euro aus Österreich unterstützt – Details dazu in unserem aktuellen Jahresbericht.

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