Unsere Hilfe im Libanon für Flüchtlinge

Unsere Aktivitäten im Überblick:

Die heftigen Konflikte in den Nachbarländern üben starken Druck aus auf den Libanon. Flüchtlinge verschiedener Herkunft stellen etwa ein Viertel der Bevölkerung im Land. Allein aus Syrien stammen mehr als eine Million Menschen.

Die Hilfe im Libanon für Flüchtlinge im Einzelnen (Auszug):

  • Der Zustrom so vieler Menschen belastete auch im Jahr 2017 den Libanon: Ärzte ohne Grenzen war daher 2017 erneut landesweit tätig, um syrische Flüchtlinge und bedürftige Libanesen kostenlos mit qualitativ hochwertiger medizinischer Hilfe zu versorgen. Zudem erweiterte Ärzte ohne Grenzen 2017 die Projekte im Libanon: Flüchtlinge und Libanesen konnten durch die Neueröffnung einer pädiatrischen Station in einem öffentlichen Krankenhaus stationär und fachmedizinisch behandelt werden. Darüber hinaus betreuten die Teams landesweit drei Mutter-Kind-Kliniken. 2017 hielten sie mehr als 291.000 Konsultationen ab, gaben  rund 11.100 psychologische Beratungen und halfen bei fast 5.600 Geburten.

  • Bereits im September 2013 nahmen wir die Arbeit in einer basismedizinischen Klinik und einer Mutter-Kind-Klinik im Schatila-Flüchtlingslager im Süden Beiruts auf, in dem bedürftige Palästinenser, Syrer, Palästinenser aus Syrien, Libanesen und Menschen anderer Nationalitäten unter prekären Bedingungen lebten. Im Lager in Burdsch al-Baradschneh bot boten wir sexuelle und reproduktive Gesundheitsversorgung, psychologische Hilfe und Gesundheitsaufklärung an.

  • Die meisten Syrer suchten in der Bekaa-Ebene Zuflucht, im Süden des Libanon: Flüchtlinge erhielten hier basismedizinische Hilfe in vier Kliniken in Hermel, Aarsal, Baalbek und Madschdal Andschar. Außerdem betreuten die Teams im Jahr 2017 zwei Mutter-Kind-Kliniken in Aarsal und Madschdal Andschar. Im März renovierten sie das Krankenhaus in Bar Elias und übergaben im Oktober 2017 das dortige Programm zur Behandlung chronischer Erkrankungen an andere Gesundheitseinrichtungen. Im März eröffneten wir eine pädiatrische Intensivstation im öffentlichen Krankenhaus in Zahle.

  • Zudem betrieben wir drei Basisgesundheitszentren im Norden Libanons: Flüchtlinge aus Syrien und libanesische Bedürftige wurden in den Provinzen Tripoli und Akkar auf diese Weise medizinisch  und psychologisch versorgt.  Im Oktober 2017 versorgten wir einige informelle Zelt-Siedlungen in mehreren Dörfern der Provinz Akkar mit Trinkwasser und sanitären Einrichtungen.

  • Darüber hinaus setzten wir die medizinische Hilfe für Palästinenser im Lager Ein-al-Hilweh, im Süden des Landes, fort. Die Teams konzentrierten sich dabei auf akute Erkrankungen und unterstützten das nationale Gesundheitspersonal dabei, Notfallpläne zu erarbeiten, um Gewaltopfer zu stabilisieren.

Ärzte ohne Grenzen bot erstmals 1976 Hilfe im Libanon an, für syrische Libanon-Flüchtlinge seit 2011.

Quelle: International Activity Report 2017

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