Unsere Hilfe im Ukraine-Konflikt

Unsere Aktivitäten im Überblick:

Die Lösung des Ukraine-Konflikts im Osten des Landes hat auf politischer Ebene nur geringe Fortschritte gemacht. Vor allem die Menschen, die nahe der Frontlinie leben, trugen die Hauptlast der gewaltsamen Auseinandersetzungen.

Die Hilfe im Ukraine-Konflikt im Einzelnen (Auszug):

  • Ärzte ohne Grenzen setzte 2016 die Arbeit mit mobilen Kliniken fort – diese boten entlang der Frontlinie psychologische und medizinische Hilfe für Menschen in dem von der ukrainischen Regierung kontrollierten Gebiet. Davon profitierten auch diejenigen, die dorthin vertrieben wurden. Unser Psychologenteam arbeitete in 26 Ortschaften im südlichen Teil der Konfliktzone und hielt dort 3.052 Sprechstunden zu akutem und chronischen Stress ab. Viele Patienten und Patientinnen haben Verwandte oder Freunde im Ukraine-Konflikt verloren. Andere mussten fliehen, weil ihre Häuser zerstört wurden. Ärzte ohne Grenzen organisierte auch Gruppengespräche, um ältere Menschen zusammen zu bringen.
  • Ärzte ohne Grenzen behandelte vor allem chronische Krankheiten, wie Bluthochdruck oder Diabetes, da durch den Ukraine-Konflikt die medizinische Versorgung und der Nachschub an Medikamenten unterbrochen worden war. Die Teams hielten insgesamt 27.835 ambulante Sprechstunden ab.
  • Unsere Teams waren in rund 40 Ortschaften in und um Bachmut tätig, wo sie mehr als 40.000 Einheimische und 10.000 Vertriebene versorgt haben. Im Juli 2016 konnten sie sich aus dem Gebiet zurückziehen, da sich die lokale Gesundheitsversorgung verbessert hatte und die Menschen wieder die notwendige Hilfe erhielten. In anderen Gebieten spendete Ärzte ohne Grenzen Arzneimittel an medizinische Einrichtungen und übergab Ausstattung und Vorräte an andere Organisationen. 
  • Ärzte ohne Grenzen setzte die Behandlung von Gefangenen mit resistenter Tuberkulose in den Untersuchungsgefängnissen in Mariupol und Bachmut sowie in der Strafkolonie in Dnipro fort. Trotz des Ukraine-Konflikts leisteten die Teams medizinische und psychosoziale Hilfe, um Patienten und Patientinnen bei der aufwendigen Therapie zu unterstützen.

Ärzte ohne Grenzen arbeitete erstmals 1999 im Land, im aktuellen Ukraine-Konflikt seit 2014.

Quelle: International Activity Report 2016

Die Hilfe von Ärzte ohne Grenzen in der Ukraine wurde im Jahr 2016 mit insgesamt 150.000 Euro aus Österreich unterstützt – Details dazu in unserem aktuellen Jahresbericht.

Meldungen aus Ukraine

Ukraine

Im ostukrainischen Opytne leben Menschen nahe der Frontlinie ohne Zugang zu medizinischer Versorgung. Ärzte ohne Grenzen hat ein kleines mobiles Team dorthin entsendet, das auch psychologische Hilfe leistet.

weiterlesen

Seiten

Vervielfältigen