Unsere Hilfe im Ukraine-Konflikt

Unsere Aktivitäten im Überblick:

Der Ukraine-Konflikt im Osten des Landes dauerte auch im Jahr 2017 an. Vor allem die Menschen, die nahe der Frontlinie lebten, hatten nur einen sehr beschränkten Zugang zu medizinischer Hilfe.

Die Hilfe im Ukraine-Konflikt im Einzelnen (Auszug):

  • Im Rahmen des Ukraine-Konflikts verstärkte Ärzte ohne Grenzen die mobilen Kliniken, die an insgesamt 28 Standorten Hilfe anboten. Die Teams leisteten basismedizinische und psychologische Hilfe für Menschen, die in der Konfliktzone oder in der nahen Umgebung lebten. Dazu gehörten auch Vertriebene. Die meisten Patienten und Patientinnen waren älter als 50 Jahre und chronisch krank. Die Teams führten zudem Fortbildungen zum Thema „Psychologische Hilfe“ durch, um Lehrer und Gesundheitsfachkräfte zu unterstützen, die in der Konfliktzone arbeiteten. 

  • Ärzte ohne Grenzen startete ein Hepatitis C-Programm in der Region Mykolajiw, die im Süden des Landes liegt und nicht vom Ukraine-Konflikt betroffen ist. Die Teams behandelten die Erkrankten mit zwei sofort wirksamen antiviralen Medikamenten, Daclatasvir und Sofosbuvir, boten diagnostische Tests sowie Beratungen an. Einige Patienten und Patientinnen litten unter einer HIV-Koinfektion oder befanden sich in einer Entzugstherapie zur Überwindung der Abhängigkeit von opioiden Schmerzmedikamenten.

  • Ende November übergab Ärzte ohne Grenzen die Versorgung von Patienten und Patientinnen mit resistenter Tuberkulose, die in den Autonomen Republiken Dnipro und Donetsk inhaftiert waren. Um die Kontinuität ihrer Behandlung zu garantieren, wurde ein Übergabeplan erstellt, der auch die Lieferung der Medikamente bis zum Therapieabschluss beinhaltete. 

  • Ärzte ohne Grenzen wird in der nördlich gelegenen Stadt Schytomyr ein neues Programm eröffnen, um Patienten und Patientinnen mit resistenter Tuberkulose zu behandeln. Diese Stadt ist nicht vom Konflikt in der Ukraine betroffen.

Ärzte ohne Grenzen arbeitete erstmals 1999 im Land, im aktuellen Ukraine-Konflikt seit 2014.

Quelle: International Activity Report 2017

Die Hilfe von Ärzte ohne Grenzen in der Ukraine wurde im Jahr 2017 mit insgesamt 400.000 Euro aus Österreich unterstützt – Details dazu in unserem aktuellen Jahresbericht.

Meldungen aus Ukraine

Ukraine

Im ostukrainischen Opytne leben Menschen nahe der Frontlinie ohne Zugang zu medizinischer Versorgung. Ärzte ohne Grenzen hat ein kleines mobiles Team dorthin entsendet, das auch psychologische Hilfe leistet.

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