Unsere Hilfe in Mexiko

Unsere Aktivitäten im Überblick:

Ärzte ohne Grenzen setzte im Jahr 2019 die medizinische und psychologische Hilfe in Mexiko für Migrantinnen und Geflüchtete aus Lateinamerika fort. Dies galt auch für Mexikanerinnen und Mexikaner, die aus den USA abgeschoben wurden.

  • 37.500 ambulante Sprechstunden
  • 11.100 psychologische Einzelgespräche
  • 2.360 Verhütungsberatungen
  • 24 sichere Versorgungen von Abtreibungen

Die Hilfe in Mexiko im Einzelnen:

  • Ärzte ohne Grenzen erweiterte 2019 die Hilfe in Mexiko entlang der nördlichen Grenze zu den USA. Da der Schutz für Asylsuchende in der Region zusammenbrach und die Migrationspolitik auf Kriminalisierung, Abschreckung und Eindämmung setzte, strandeten Tausende Migrantinnen und Migranten in den Städten Mexikos. Im Februar schickten wir ein Team nach Piedras Negras, Bundesstaat Coahuila, um 1.700 Menschen aus Honduras in einer verlassenen Fabrik beizustehen. 
  • Wir setzten unsere Hilfe in Mexiko für Migrant*innen in Mexiko-Stadt, Tenosique und Coatzacoalcos (im Süden) sowie in Reynosa und Matamoros (im Norden) fort und erweiterten sie auf Standorte in Mexicali, Nuevo Laredo und Monterrey. Nuevo Laredo war von allen Orten, an denen wir tätig waren, der gefährlichste für Migrant*innen. Dort waren 21 Prozent der 643 Patientinnen und Patienten unseres psychologischen Programms zuvor entführt worden.
  • Im Rahmen unserer Hilfe in Mexiko setzten wir unser Programm für Überlebende sexueller Gewalt und abgeschobene Mexikanerinnen und Mexikaner in Reynosa fort. An der Grenze zu Guatemala stellten wir in Tenosique medizinische und psychologische Hilfe zur Verfügung. In Tapachula, wo die meisten Migrantinnen und Migranten die Grenze passieren, screenten wir – ähnlich wie in Monterrey - die Menschenmenge, um Überlebende von Folter und extremer Gewalt zu versorgen. In Coatzacoalcos, einem Transitpunkt, betreuten wir eine mobile Klinik. 
  • Im Juni 2019 kritisierten wir im Rahmen unserer Hilfe in Mexiko die Behörden öffentlich, da sie Razzien und Massenverhaftungen vornahmen. Illegaler Grenzübertritt ist in Mexiko kein Verbrechen. Trotzdem wurden Migrant*innen inhaftiert und danach in ihre Heimat zurückgebracht. Die Internierungszentren, die wir besuchten, waren überfüllt und verfügten über zu wenig Nahrungsmittel, Wasser- und Sanitäranlagen.
  • Unsere Hilfe in Mexiko erstreckte sich auch auf den Bundesstaat Guerrero, in dem wir mit drei mobilen Kliniken tätig waren und die Dorfbevölkerung nach gewalttätigen Angriffen versorgten.

Ärzte ohne Grenzen bot erstmals 1985 Hilfe in Mexiko an.

Mai 2020

Quelle: International Activity Report 2019

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