Italien

Einsatz im Mittelmeer: Chronologie

Ärzte ohne Grenzen ist mit Rettungsschiffen im Mittelmeer unterwegs, um Bootsflüchtlingen in Seenot zu helfen. Sie erhalten von unseren Teams medizinische Versorgung. Die folgende Chronologie sammelt den Verlauf der bisherigen Ereignisse.

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Donnerstag, 23. Juni 2016: "Die Menschen versuchten, auf unser Boot zu springen."

In 36 Stunden retten wir über 2.000 Menschen auf dem Mittelmeer. Szenen, die sich permanent wiederholen, solange man Menschen in Not den Rücken kehrt. 

Freitag, 10. Juni 2016: 1.300 Menschen in 36 Stunden gerettet

Innerhalb von 36 Stunden haben im zentralen Mittelmeer drei Rettungsschiffe rund 1.300 Personen aus Seenot gerettet. Unsere Teams an Bord der Schiffe Bourbon Argos, der Dignity I und der Aquarius führten am 8. und 9. Juni elf Rettungseinsätze durch. Bei mehr als einem Drittel der Geretteten handelte es sich um Frauen (314) und Kinder (171).

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Mittwoch, 1. Juni 2016: Was passiert, wenn ein Notruf eingeht?

Seit Beginn unseres Einsatzes im Jahr 2016 haben wir 1.953 Menschen gerettet und weitere 3.753 von anderen Booten übernommen, um sie zu versorgen. Die in Seenot geratenen Bootsflüchtlinge werden während und nach ihrer Rettung von einem Team speziell geschulter interkultureller Vermittler betreut. Einer von ihnen ist Achmad Al Rousan. Er war in der vergangenen Woche an Bord der Bourbon Argos, als Nachrichten von drei Schiffbrüchen eintrafen. Achmad schildert, was die Crew macht, wenn auf einem der Such- und Rettungsschiffs ein Notruf eingeht.

Montag, 16. Mai 2016: 435 Menschen aus Schlauchbooten gerettet

Nach einem kurzen Aufenthalt in Malta für technische Reparaturen stach unser Rettungsschiff Dignity 1 in See, um kurz darauf 435 Menschen in drei Booten vor dem Ertrinken zu retten: Von den 120 Bootsflüchtlingen im ersten der beiden Schlauchboote stammten die meisten aus Guinea, der Elfenbeinküste und Senegal. Das dritte Boot war nur aus Holz gebaut; mehr als die Hälfte der Insassen kamen aus Eritrea. Insgesamt 73 Frauen und 140 Kinder und Minderjährige wurden gerettet. Die meisten waren in einer körperlich stabilen Verfassung, doch viele tragen Spuren der gefährlichen Überfahrt und der harten Zeit in Libyen.

Freitag, 6. Mai 2016: 121 Menschen vor Libyen gerettet

Mittwoch, 4. Mai 2016: Einsatzteam an Bord der "Aquarius"

Sonntag, 24. April 2016: Rettungseinsatz wiederaufgenommen

Ärzte ohne Grenzen hat am Wochenende die Such- und Rettungsaktivitäten im zentralen Mittelmeer wieder aufgenommen. Das Schiff Dignity 1 war am Sonntag bereits an der Rettung von 308 Menschen beteiligt. In den kommenden Wochen wird Ärzte ohne Grenzen die Hilfe mit zwei weiteren Schiffen ausbauen. Für Menschen auf der Flucht gibt es nach wie vor keine sicheren und legalen Wege nach Europa. Die Gewässer zwischen Libyen und Italien sind derzeit der einzige Weg auf den europäischen Kontinent. 2015 sind laut Internationaler Organisation für Migration im zentralen Mittelmeer 2.892 Männer, Frauen und Kinder ertrunken.

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Dienstag, 5. Jänner 2016: Einsatz im Mittelmeer beendet

Ärzte ohne Grenzen beendet Rettungseinsatz im zentralen Mittelmeer: Nach acht Monaten auf hoher See ist das Schiff "Bourbon Argos" am 30. Dezember zum letzten Mal 2015 in den Hafen eingelaufen. Da aufgrund der aktuellen Witterungsverhältnisse weniger Menschen das Mittelmeer überqueren, geht Ärzte ohne Grenzen davon aus, dass derzeit ausreichend Kapazitäten vorhanden sind, um den bestehenden Bedarf zu decken. Die Organisation fordert aber die EU-Behörden neuerlich dazu auf, angemessene Ressourcen für Rettungseinsätze zur Verfügung zu stellen, um weitere Tragödien in den kommenden Monaten zu verhindern, wenn wieder mehr Menschen über das Mittelmeer kommen werden. 

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Donnerstag, 24. Dezember 2015: "One love!"

"One love!" Ein musikalischer Gruß von unserem Rettungsschiff Bourbon Argos. Am 24.12. haben unsere Teams 511 Gerettete nach Sizilien gebracht, die mit vier Booten in Seenot geraten waren. Im Jahr 2015 wurden im Rahmen unserer Such- und Rettungseinsätze 20.129 Menschen gerettet - Menschen wie Du und Ich...

Mittwoch, 16. Dezember 2015: Hilfe vor der Insel Lesbos

Ein Boot mit etwa 85 Personen an Bord kentert nördlich von Lesbos: 83 konnten im Rahmen unseres gemeinsamen Rettungseinsatzes mit Greenpeace gerettet werden, doch mindestens zwei Menschen verstarben. Ärzte ohne Grenzen wiederholt seine Forderung nach sicheren und legalen Fluchtwegen entlang der Grenze zwischen der Türkei und Griechenland und ruft Griechenland und die EU-Behörden dazu auf, die Rettungs- und Suchaktionen in der Ägäis auszubauen. „Während die EU-Entscheidungsträger darüber diskutieren, wie sie ihre Grenzen noch dichter machen können, sterben nach wie vor Kinder in der Ägäis”, erklärt Aurelie Ponthieu, verantwortlich für humanitäre Fragen und Migration bei Ärzte ohne Grenzen. „Gäbe es sichere Fluchtrouten entlang der Landesgrenze zwischen der Türkei und Griechenland, würden auf der Stelle weniger Menschen im Mittelmeer sterben, aber die EU und die griechischen Behörden sehen anscheinend lieber aus der Ferne zu, als konkrete Lösungen für diese Tragödien anzubieten.“

„Das Boot war überladen, der hintere Teil ging unter, und das Schiff kenterte aufgrund der hohen Anzahl von Passagieren“, erklärt Kim Clausen stellvertretender Projektkoordinator von Ärzte ohne Grenzen. „Als wir zu dem gesunkenen Schiff kamen, war es sehr windig, die Wellen waren mindestens einen Meter hoch, und die Menschen befanden sich bereits im Wasser. Um dieses Sterben zu beenden, brauchen wir einen echten Such- und Rettungsdienst, der aktiv nach den Booten sucht, bevor diese beginnen zu sinken.“

Donnerstag, 3. Dezember 2015: Gemeinsamer Einsatz mit Greenpeace gestartet

Die Teams von Ärzte ohne Grenzen und Greenpeace setzen an der nördlichen Küste von Lesbos drei Schlauchboote zur Seenotrettung ein und unterstützen damit die griechische Küstenwache. Medizinische Teams von Ärzte ohne Grenzen sind auch an den Anlegestellen in Bereitschaft, um Menschen in kritischem Zustand Nothilfe zu leisten und einen rechtzeitigen Transport mit drei Krankenwagen der Organisation in ein Krankenhaus zu gewährleisten. Sie verstärken die Hilfsaktionen von freiwilligen Helfern.

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Donnerstag, 26. November 2015: Vorbereitungen auf den Winter

Der Winter naht - auch auf dem Mittelmeer: Die Wellen werden höher, es regnet mehr, die Temperaturen fallen. Deshalb passen wir unser Such- und Rettungsschiff Bourbon Argos an das kalte Wetter an, um die geretteten Menschen an Bord vor Wind, Regen und Wellen zu schützen.

Sonntag, 18. Oktober: Geboren auf dem Rettungsschiff

Collins (25) aus Kamerun wurde von unserem Rettungsschiff Dignity 1 am 18. Oktober aus dem Mittelmeer gerettet. Sie war im neunten Monat schwanger. Kurz nachdem sie von unseren Team an Bord des Schiffes gebracht worden war,  setzten die Wehen ein. Unser medizinisches Personal half Collins bei der Geburt ihres zweiten Kindes. Der kleine Divan und seine Mutter wurden später von einem Boot der spanischen Küstenwache nach Italien gebracht.

Freitag, 9. Oktober: Die Kapitänin an Bord der Dignity 1

Madeleine Habib, Kapitänin auf unserem Rettungsschiff Dignity I, erzählt im Video, was es bedeutet humanitäre Hilfe auf dem Mittelmeer zu leisten und gibt einen Einblick in die Situation an Bord: "Wir geben diesen Menschen Hoffnung, eine Stimme und ein Gesicht, wir retten ihr Leben... Zumindest für die kurze Zeit, die sie an Bord sind, werden sie mit Würde behandelt."

Mittwoch, 2. September: 1.658 Menschen gerettet – an einem Tag!

Die am Mittelmeer eingesetzten Rettungsschiffe Dignity I und Bourbon Argos und die gemeinsam mit der Organisation MOAS betriebene MY Phoenix haben am 2.September insgesamt 1.658 Menschen aus Seenot gerettet. So viele Menschen wurden seit dem Start des Rettungseinsatzes am 2. Mai noch nie an einem einzigen Tag gerettet. Die drei Schiffe nahmen die Menschen bei sechs separaten Rettungsoperationen an Bord. Unter den Geretteten, die größtenteils aus Eritrea, Nigeria und Somalia stammen, waren 547 Frauen und 199 Kinder und Babys.

Mittwoch, 20. August: Wiedersehen an Bord eines Rettungsschiffes

Ein unverhofftes Wiedersehen: Unter den vielen von unseren Booten im Mittelmeer geretteten Flüchtlingen trafen unsere Einsatzteams Ibrahim wieder. Vor Jahren arbeitete er in Dafur für eines unserer Programme: Dort maß er die Oberarme der geschwächten Kindern, um festzustellen, ob sie wegen Mangelernährung behandelt werden müssen. Das Maßband, das er hier in die Kamera hält, war ein wichtiges Instrument für seine Arbeit bei Ärzte ohne Grenzen.

 

Ein unverhofftes Wiedersehen: Unter den vielen von unseren Booten im Mittelmeer geretteten Flüchtlingen trafen wir...

Posted by Ärzte ohne Grenzen / Médecins Sans Frontières (MSF) on Montag, 24. August 2015

Mittwoch, 5. August: Katastrophe vor Küste Libyens

Ein Holzboot mit geschätzten rund 600 Flüchtlingen an Bord ist Mittwochnachmittag nahe der libyschen Küste gekentert. Das Schiff "Dignity 1" von Ärzte ohne Grenzen hatte gegen Mittag in der Nähe einen Rettungseinsatz abgeschlossen und machte sich so rasch wie möglich auf den Weg zur Unfallstelle. Bisher konnten ca. 100 Menschen gerettet werden (Stand Mittwoch 20:30 Uhr), mindestens 25 Frauen, Männer und Kinder sind ertrunken. An Bord der "Dignity 1" wurden zehn Gerettete medizinisch versorgt. Fünf Patienten und Patientinnen waren in einem so kritischen Zustand, dass sie mittels Helikopter evakuiert werden mussten.

Die Tragödie beweist einmal mehr den drastischen Mangel an ausreichenden Such- und Rettungseinsätzen im Mittelmeer. Ärzte ohne Grenzen forderte bereits im April dieses Jahres die EU-Staaten dazu auf, dringend großangelegte Such- und Rettungsaktionen zu starten, um weitere Tote auf hoher See zu verhindern.

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Samstag, 18. Juli: 700 Flüchtlinge dürfen endlich an Land

Die 678 Migranten und Migrantinnen können im Hafen von Reggio Calabria endlich das Rettungsschiff "Bourbon Argos" verlassen, nachdem sie zwei Nächte an Bord verbracht haben: 

Freitag, 17. Juli: Rettungsschiff wird Landung in Sizilien verwehrt

Dem Rettungsschiff “Bourbon Argos” mit 700 Bootsflüchtlingen an Bord wird trotz anhaltender Diskussionen mit den italienischen Behörden sowie Bemühungen der italienischen Küstenwache die Landung in Sizilien nicht erlaubt. Grund dafür ist ein Mangel an Kapazitäten im sizilianischen Aufnahmesystem. Das Schiff ist daher über der nördlichen Küste Siziliens auf dem Weg zum Hafen der Reggio Calabria, damit die Flüchtlinge an Land gehen können.

Am 15. Juni hatte das Team der „Bourbon Argos“ 678 Menschen von sechs verschiedenen Booten gerettet. Sie stammen u.a. aus Bangladesch, der Elfenbeinküste, Eritrea, Gambia, Guinea, Libyen, Mali, Nigeria, dem Senegal und Somalia. Die Situation auf dem überfüllten Rettungsschiff war äußerst angespannt – die Menschen fürchteten unter anderem, zurück nach Libyen gebracht zu werden. Nur sieben Patienten und Patientinnen, die dringende medizinische Hilfe benötigten, durften gemeinsam mit ihren Verwandten das Schiff verlassen.

Mittwoch, 8. Juli: “Ich muss meine Kinder beschützen.”

Das Rettungsschiff Bourbon Argos ist seit dem 7. Mai 2015 im Einsatz und konnte allein im Monat Juni 1.057 Menschen in Seenot retten. Eine von ihnen ist Idowy aus Nigeria: Sie lebte mit ihrem Mann und ihren Kindern in Libyen, bis sie die Gewalt erneut zur Flucht zwang. Sie erzählt persönlich von ihrer Reise und ihren Hoffnungen auf dem Weg nach Europa, während sich ihr dreijähriger Sohn Joshua mit unserer Krankenschwester Tine anfreundete:

Zu Idowys Geschichte

Montag, 6. Juli: "Dignity 1" rettet 87 Menschen

Das neueste Rettungsschiff, die "Dignity 1" (engl. für Würde) rettet 87 Menschen aus Seenot, darunter fünf Minderjährige. Die meisten der Bootsflüchtlinge stammen aus Gambia und dem Senegal, einige auch aus Mali, Nigeria und der Elfenbeinküste. Nach ihrer Rettung wurden sie alle zu einem Boot der italienischen Küstenwache überstellt.

Dienstag, 23. Juni: 291 Bootsflüchtlinge erreichen das italienische Pozzallo

Mit dem Rettungsschiff "Dignity 1" konnte Ärzte ohne Grenzen 291 Menschen retten, darunter 57 Frauen und vier Kinder im Alter von unter fünf Jahren. Am 23. Juni erreichte das Schiff den italienischen Hafen Pozzallo. Die Bootsflüchtlinge stammen hauptsächlich aus Nigeria, Gambia, Eritrea, Äthiopien, Bangladesch und Somalia. Die "Dignity 1" wartet nun auf Materialnachschub, um den Rettungseinsatz fortzusetzen.

Samstag, 20. Juni: Knapp 300 Menschen mit der "Dignity 1" gerettet

Am Weltflüchtlingstages, dem 20. Juni, wurden mit dem Such- und Rettungsschiff Dignity 1 knapp 300 Menschen aus dem Mittelmeer gerettet. An Bord befindet sich eine 18-köpfige Crew mit medizinischen Einsatzkräften von Ärzte ohne Grenzen. Von den 299 Bootsflüchtlingen waren 22 Frauen - darunter zwei Schwangere - und 14 Minderjährige. Sie alle waren gesundheitlich in einem guten Zustand und wurden auf die Bourbon Argos überstellt, ein weiteres Schiff mit Teams von Ärzte ohne Grenzen.

Die Dignity 1 hatte aufgrund eines Notrufs gegen Mittag 88 Menschen von einem Boot in Seenot gerettet. Nachmittags erreichte das Rettungsteam ein zweiter Alarm - zwei aufblasbare Boote waren nahe der lybischen Küste in Gefahr, 211 weitere Flüchtlinge konnten gerettet werden. Die meisten stammten aus Gambia und dem Senegal, aber auch aus Eritrea, Äthiopien und Mali.

Samstag, 13. Juni: Drittes Such- & Rettungsschiff gestartet

Ein drittes Such- und Rettungsschiff mit einem Team von Ärzte ohne Grenzen an Bord wird Bootsflüchtlingen im Mittelmeer helfen, die auf der Flucht vor Krieg, Verfolgung und Armut in ihrer Heimat versuchen, Europa über den Seeweg zu erreichen.

Die "Dignity 1" ist am 13. Juni aus dem Hafen in Barcelona ausgelaufen:

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Sonntag, 7. Juni: Weitere 221 Menschen gerettet

Das Rettungsschiff MY Bourbon Argos rettet 221 Menschen von zwei Schlauchbooten:

Samstag, 6. Juni: Bisher größter Rettungseinsatz

Das Team an Bord des Rettungsschiffes MY Phoenix wurde im Rahmen des bisher in diesem Jahr größten Einsatzes aktiv, um rund 2.000 Menschen auf vier Holzbooten zu Hilfe zu kommen. 372 Passagiere wurden auf dem Schiff aufgenommen, darunter 126 Frauen und 25 Kinder im Alter unter fünf Jahren. Der Großteil der Menschen stammt aus Eritrea; sie haben in der Nacht zuvor die libysche Küste verlassen. Die restlichen Menschen in Not wurden von vier anderen Schiffen gerettet.

Mittwoch, 3. Juni: Zehnstündige Rettungsaktion

Die Bourbon Argos rettet 99 Menschen, unter ihnen 12 Frauen. Die Rettungsaktion dauert fast zehn Stunden.

Montag, 1. Juni: Drei Rettungsaktionen innerhalb weniger Stunden

Die Besatzung der Bourbon Argos war schwer damit beschäftigt am Morgen über 300 Menschen von drei verschiedenen Booten zu retten. Die Rettungseinsätze ereigneten sich zwischen 7:15 und 9:31 Uhr. Jeder Neuankömmling an Bord wird persönlich von unserer Crew begrüßt:

Donnerstag, 14. Mai: 561 Menschen von 18 Meter-Holzboot gerettet

Um 9:00 Uhr morgens erhält die MY Phoenix die Information, dass sich ein Fischerboot aus Holz mit ca. 300 Menschen an Board in Gefahr befindet. An diesem Tag werden 561 Menschen von dem 18 Meter langen Holzboot gerettet. 154 werden auf ein Ölplattform-Versorgungsschiff übergeben, 407 bleiben an Board der MY Pheonix. Die Flüchtlinge stammen aus Eritrea (374 Menschen), Syrien, Tschad, Äthopien, Marokko, Sudan und Jemen.

Mittwoch, 13. Mai: 477 Menschen gerettet

Das zweite Such- und Rettungsschiff Bourbon Argos konnte im Rahmen seines ersten Einsatzes im Mittelmeer 477 Menschen von einem maroden Holzboot retten. Die Flüchtlinge stammten hauptsächlich aus Eritrea. Der Videobericht zeigt die Rettungsaktion - ein Passagier und Einsatzkräfte von Ärzte ohne Grenzen schildern die Situation:

Samstag, 9. Mai: Ausweitung des Rettungseinsatzes

Die Bourbon Argos läuft aus dem Hafen Augusta auf Sizilien aus. Sie ist neben der MY Phoenix unterwegs, jenem Schiff, das gemeinsam von Ärzte ohne Grenzen und der Initiative MOAS  (Migrant offshore Aid Station) betrieben wird. An Bord ist eine 26-köpfige Mannschaft, inklusive eines erfahrenen Such- und Rettungsteams sowie medizinisches Nothilfe-Personal. 

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Donnerstag, 7. Mai: 118 Flüchtlinge gerettet, 101 aufgenommen

Am frühen Nachmittag wurden 118 Bootsflüchtlinge gerettet. Unter ihnen waren 80 Männer, 13 Frauen und 25 Kinder (neun davon unter fünf Jahren). Die Flüchtlinge stammen aus Syrien, Somalia und anderen afrikanischen Ländern. Weitere 101 Menschen (aus Somalia und Eritrea) wurden zuvor von der italienischen Küstenwache gerettet und anschließend auf die MY Phoenix gebracht, um ihnen  sicheren Transfer nach Italien zu ermöglichen. Das Team versorgt die Menschen mit warmen Essen, Decken und frischem Gewand.

Sonntag, 3. Mai: 369 Flüchtlinge gerettet

Innerhalb von 24 Stunden nach dem Start des Einsatzes wurden bereits 369 Flüchtlinge auf hoher See gerettet. Die meisten davon stammen aus Eritrea, auch Frauen, Schwangere und rund 45 Kinder und Kleinkinder waren auf dem Flüchtlingsboot. Alle sind in einer stabilen Verfassung und haben an Bord der MY Phoenix Nahrung, Wasser und essentielle Hilfsgüter erhalten. Montagmorgen wurden weitere 104 Menschen mit Unterstützung der Crew der MY Phoenix gerettet und zu einem Handelsschiff gebracht.

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Samstag, 2. Mai: Die "MY Phoenix" sticht in See

Die MY Phoenix sticht am 2. Mai in Malta in See. An Bord ist ein medizinisches Team von Ärzte ohne Grenzen, bestehend aus zwei Ärzten und einer Pflegefachkraft. Sie sind entsprechend ausgerüstet, um lebensrettende Nothilfe durchführen zu können – aber auch um Dehydrierung, Verbrennungen, schwere Sonnenbrände und Unterkühlung zu behandeln. All das zählt zu den dringendsten medizinischen Bedürfnissen von Menschen, die seit Tagen auf dem Meer unterwegs sind.

Freitag, 10. April: Gemeinsamer Rettungseinsatz mit MOAS

Ärzte ohne Grenzen gibt in einer Presseinformation den gemeinsamen Rettungseinsatz mit der Organisation MOAS bekannt. Arjan Hehenkamp, Geschäftsführer der Einsatzzentrale von Ärzte ohne Grenzen in Amsterdam: 

„Wir können die Kriege und das Elend nicht beenden, die Menschen dazu zwingen, ihre Heimat zu verlassen. Aber wir können versuchen, die Zahl der Todesfälle zu verringern, und den tausenden Menschen, die diesen Sommer wieder das Mittelmeer überqueren werden, dringend benötigte Hilfe leisten.

Die europäischen Regierungen haben sich dazu entschlossen, ihre Priorität auf Überwachung und Grenzschutz zu legen, statt Leben zu retten. Bis sich diese Politik ändert, wird die kollektive europäische Zurückhaltung bei der Schaffung sicherer Alternativen für diese Menschen weiterhin Leben kosten.“

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